Tour de France Deutscher Meister ausgebremst: Rennen wegen Protesten unterbrochen

Die Ausreißer auf der 19. Etappe der Tour de France müssen wegen Protesten auf der Strecke anhalten.

Die Ausreißer auf der 19. Etappe der Tour de France müssen am Freitag (22. Juli 2022) wegen Protesten auf der Strecke anhalten.

Renn-Unterbrechung bei der Tour de France: Wegen erneuter Proteste auf der Strecke musste das Rennen für einige Minuten unterbrochen und anschließend neutralisiert wieder aufgenommen werden.

Erneute Proteste während der Tour de France! Zum dritten Mal in der diesjährigen Aufgabe wollten Aktivisten den Rahmen des größten Radrennens der Welt für Aufmerksamkeit sorgen. Am Freitag (22. Juli 2022) musste das Rennen auf der 19. Etappe erneut kurz unterbrochen werden.

Die Organisatoren der Tour de France brachten zunächst das Peloton zum Stehen, dann musste auch die Ausreißer-Gruppe, die sich zu Beginn der Etappe gebildet hatte, anhalten. Am Ende der Etappe jubelte der Franzose Christophe Laporte (29), der den Sprintern ein Schnippchen schlug und nach einer kurzen Solo-Fahrt eine Sekunde vor den schnellsten Fahrern im Peloton ins Ziel rollte.

Tour de France: Rennen nach Protesten gestoppt

Bilder der Proteste wurden im französischen Fernsehen bewusst nicht gezeigt, wie schon zuvor steckte auch diesmal die Umweltgruppe Last Renovation hinter dem Vorfall.

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Bei Twitter bekannte sich die Gruppe umgehend zur Aktion und kündigte an, dass derartige Störfalle auch weiterhin angedacht seien, sollte die Regierung ihre Klimaschutz-Aktivitäten nicht radikal intensivieren. Man bedauere es, den sportlichen Wettbewerb stören zu müssen, sehe aber keine andere Möglichkeit, an die Politik zu appellieren.

Betroffen war mit dem deutschen Meister Nils Politt (28) erneut ein Fahrer des Teams Bora-hansgrohe auf seinem Fluchtversuch gemeinsam mit vier anderen Fahrern.

Tour de France: Bora-hansgrohe wieder von Protesten ausgebremst

Schon bei der Protest-Premiere am 12. Juli war mit Lennard Kämna (25) ein deutscher Rad-Profi in einer Gruppe vor dem Feld platziert und im Kampf um den Etappensieg davongefahren. Durch die Neutralisation des Rennes musste auch er anhalten, konnte seinen Vorsprung anschließend nichts ins Ziel retten.

Zwar bietet die kurze Pause gerade in einer späteren Phase der Etappe die Gelegenheit zum Durchschnaufen, der bei hohem Tempo aber so wichtige Rhythmus geht für den Moment allerdings verloren.

Während die Aktivisten auf der Straße abseits der TV-Kameras von der Straße gebracht wurden, erklärte Tour-Direktor Christian Prudhomme (61) den fünf Ausreißern um Politt die aktuelle Lage. Nach etwa vier Minuten Pause ging es dann mit den alten Abständen weiter, das Peloton um Jonas Vingegaard (25) im Gelben Trikot nahm mit rund anderthalb Minuten Rückstand die Verfolgung der Spitzengruppe wieder auf. (bc)

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