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„Am nächsten Tag tot“ Zverev motzt nach Final-Pleite gegen Mega-Talent: „Absolute Schande“

Alexander Zverev gibt Carlos Alcaraz eine Champagner-Dusche.

Alexander Zverev (r.) musste sich am Sonntag (8. Mai 2022) im ATP-Finale gegen Carlos Alcaraz geschlagen geben.

Alexander Zverev hat nach seiner Lehrstunde durch Jungstar Carlos Alcaraz die Spielansetzungen scharf kritisiert. Doch auch die unstete Form des Olympiasiegers wirft Fragen auf.

Alexander Zverev (25) muss im Jahr 2022 weiter auf seinen ersten Turniergewinn warten. Der Vorjahressieger verlor im ATP-Finale in Madrid am Sonntag (8. Mai 2022) gegen Lokalmatador Carlos Alcaraz (19) mit 3:6, 1:6.

Nach der Niederlage spendierte der Hamburger dem 19-jährigen Sieger noch eine Champagner-Dusche, lobte ihn im Anschluss als „momentan besten Spieler der Welt“.

Alexander Zverev motzt über ATP-Turnier: „Absolute Schande“

Der junge Spanier hatte im Viertelfinale erst Sandplatz-König Rafael Nadal (35) und im Halbfinale den Weltranglistenersten Novak Djokovic (34) besiegt. Im Finale musste dann Olympiasieger Zverev dran glauben.

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Der legte nach den lobenden Worten aber sofort Kritik nach! Jedoch nicht an Alcaraz, sondern an der Turnierleitung. Die Arbeit der Spiele-Organisation der ATP sei laut Alexander Zverev eine „absolute Schande“ gewesen, motzte Zverev auf der Pressekonferenz nach dem Match.

Alexander Zverev: „Wird schwer, richtig wach zu werden“

Konkret bezog Zverev sich bei seiner Kritik auf die späte Ansetzung seiner Tennis-Matches im Viertel- und Halbfinale. Mit einer solchen Hypothek ein Finale gegen Alcaraz zu spielen, sei „schwierig“ gewesen. Auf dem Court habe er bei eigenem Aufschlag und bei den Grundschlägen „keine Koordination“ gehabt, auch habe er leichte Bälle verschlagen.

„Vor zwei Tagen bin ich um vier, halb fünf ins Bett gekommen, am Tag darauf dann um 5.20 Uhr“, beschwerte sich Zverev: „Wenn jeder normale Mensch um vier und dann um fünf Uhr ins Bett geht, wird es schwer, überhaupt nur richtig wach zu werden.“ Wenn man so lange wach sei, sei man sprichwörtlich „am nächsten Tag tot“. Zudem habe er schon im Februar in Acapulco bis fünf Uhr morgens auf dem Platz gestanden.

Alexander Zverev will sich in Rom Rückenwind für French Open holen

All dies mache ihn „wütend“, erklärte Zverev nach dem nur 62-minütigen Match: „Ich bin kein Roboter.“ Gleichwohl schränkte er ein, dass er am Sonntag selbst bei vollkommener Frische Alcaraz „wahrscheinlich nicht geschlagen hätte. Ich möchte ihm überhaupt nichts wegnehmen.“

Die äußeren Umstände sind das eine – doch zwei Wochen vor Beginn der French Open wirft die unstete Form des Weltranglistendritten Fragen weiterhin auf.

Mut macht vor allem die starke Vorstellung gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas, immerhin French-Open-Finalist des Vorjahres, im Halbfinale (6:4, 3:6, 6:2). Zweifel schürt dagegen das deutlich verlorene Finale, in dem Zverev bei der Show von Spaniens Teen-Sensation Alcaraz phasenweise wie ein Statist wirkte, der hinterher höflich Beifall spenden durfte. Zverevs dritter Titel in Madrid nach 2018 und 2021 war am Sonntagabend zu keiner Zeit realistisch.

Nach dem unschönen Ende in Madrid geht der Blick nun gen Italien. Beim Masters in Rom wird Zverev nach einem Freilos gegen einen Qualifikanten eröffnen. In Abwesenheit von Alcaraz, der kurzfristig seinen Verzicht erklärte, soll das Turnier am Tiber Zverev neuen Rückenwind für Paris geben. (sid)

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