Noch ein Sieg fehlt zum großen Traum: Alexander Zverev ist in Roland Garros ins Finale eingezogen.
Noch ein Sieg fehltZverev nimmt nächste Youngster-Hürde – Gegner kampflos im Finale
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Alexander Zverev kommt seinem Traum vom ersten Grand-Slam-Titel immer näher! Bei den French Open steht die deutsche Nummer eins nach dem nächsten Sieg gegen einen Youngster im Finale.
Im Viertelfinale hatte Zverev den spanischen Teenager Rafael Jódar (19) problemlos in drei Sätzen abgefertigt. Auch gegen den tschechischen Youngster Jakub Mensik (20) setzte er sich durch, hatte dabei aber etwas mehr Mühe. Letztendlich gewann er am Freitagnachmittag auf dem Court Philippe Chatrier mit 7:5, 6:2, 3:6, 6:3.
Zverev erholt sich nach Rückschlag schnell
Im ersten Satz entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Beim Stand von 4:4 hatte Mensik mehrere Breakbälle, die er teils leichtfertig vergab. Anschließend spielte fast nur noch Zverev.
Der Hamburger dominierte mit seinem Aufschlag und von der Grundlinie. Mensik waren nun auch die körperlichen Strapazen der vergangenen Tage anzusehen. Der Tscheche stand zum ersten Mal in einem Halbfinale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere, hatte sich im Laufe des Turniers durch zwei Fünf-Satz-Matches kämpfen müssen.
Im dritten Satz nahm er eine medizinische Behandlungspause – die ihm deutlich besser tat als Zverev. Mensik wirkte danach beweglicher als vorher, Zverevs Rhythmus war zwischenzeitlich gebrochen. Der Youngster holte sich das Break und gewann den dritten Satz mit 6:3.
Von dem Rückschlag erholte sich Zverev aber schnell und war im vierten Satz wieder voll da. Früh holte er sich das Break, Mensik konnte nicht mehr kontern. Der Hamburger nutzt seine gute Auslosung und das Favoritensterben in Roland Garros bislang gnadenlos aus, hat nun erst seinen zweiten Satz im Turnierverlauf abgegeben. Auch im Finale gegen Flavio Cobolli gilt er als haushoher Favorit.
Allerdings konnte auch der Italiener Kräfte sparen. Sein Halbfinale wurde kurzfristig abgesagt, weil sein Landsmann Matteo Arnaldi erkrankt ist. Auf dem Weg ins Halbfinale hatte Arnaldi insgesamt 19:42 Stunden auf den Platz gestanden - so lange wie kein anderer French-Open-Spieler seit 1991.
Seine drei vorherigen Finals auf der Grand-Slam-Bühne hatte Zverev alle verloren: 2020 bei den US Open fehlten ihm im Match gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem zwei Punkte zum Sieg. 2024 in Paris musste er sich im Fünfsatz-Krimi dem Spanier Carlos Alcaraz geschlagen geben. Und im Vorjahr war er bei den Australian Open gegen den Italiener Jannik Sinner chancenlos. Sinner ist aber früh in Paris gescheitert, Alcaraz ging verletzt erst gar nicht an den Start.
Sophia Thomalla auch bei Finale nicht in der Box
Wenn es jetzt endlich mit dem Grand-Slam-Titel klappt, will auch Freundin Sophia Thomalla, die zuletzt beruflich eingebunden war, zur Titelparty nach Paris reisen. Das Finale vor Ort anschauen will sie sich aber nicht – das hat vor allem mit Zverevs Aberglauben zu tun. An den Abläufen und Gegebenheiten will der Tennisstar am liebsten nichts ändern. (are/dpa)

