Was für eine Vorstellung: Alexander Zverev lässt auch Spanien-Teenie Rafael Jodar bei den French Open keine Chance.
Noch zwei Siege fehlenZverev schon in Titelform – Teenie-Sensation ohne Chance
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Dieser Sieg war ein echtes Statement! Alexander Zverev ist nach einer ganz starken Vorstellung ins Halbfinale von Roland Garros eingezogen.
Der Deutsche hatte gegen den erst 19 Jahre alten Shootingstar Rafael Jodar nur im ersten Satz Probleme, lag schnell mit einem Break zurück. Doch beim Stand von 2:5 drehte Zverev auf – und nahm den Fuß anschließend nicht mehr vom Gaspedal.
Zverev Titelanwärter Nummer eins
Am Ende gewann der Hamburger mit 7:6, 6:1, 6:3. „Das war die beste Vorstellung von Sascha Zverev bei diesem Turnier“, sagte Tennis-Idol Boris Becker bei Eurosport.
Damit fehlen Zverev nur noch zwei Siege zu seinem ersten Grand-Slam-Titel. Nach dem Sensations-Aus des Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner und der verletzungsbedingten Absage von Titelverteidiger Carlos Alcaraz gilt Zverev bei den French Open mittlerweile als haushoher Favorit. Das stellte er gegen Jodar eindrucksvoll zur Schau.
Im Halbfinale am Freitag wartet auf Zverev nun der nächste Youngster: Am Abend spielen Jakub Mensik (20) aus Tschechien und Djokovic-Bezwinger Joao Fonseca (19) aus Brasilien um den zweiten Platz in der Runde der letzten Vier. Die beiden weiteren Halbfinalisten werden erst am Mittwoch ermittelt.
Die ersten beiden Spiele waren hart umkämpft und dauerten insgesamt 17 Minuten – jeweils mit dem glücklicheren Ende für den Aufschläger. Im dritten Aufschlagspiel konnte der Deutsche sein Service aber nicht mehr halten. Zverev unterliefen anfangs deutlich mehr Fehler, bei seinen Stopps hatte er nicht das richtige Timing und Gefühl. Und auch mit seinem Aufschlag kam er zunächst nicht wie gewohnt durch, weil Jodar stark returnierte.
Zverev schien von der Spielweise des Spaniers etwas überrascht. „Wie Jodar den Platz aufmacht, das Tempo verändert, mal die Linie langspielt – das hat Zverev so nicht erwartet“, meinte der dreimalige Wimbledon-Gewinner Becker.
Doch als Jodar zum Satzgewinn aufschlug, versagten ihm die Nerven. Zverev holte sich das Break zurück und konnte sich im gewonnenen Tiebreak wieder auf seinen Aufschlag verlassen.
Aufgrund des regnerischen Wetters war das Dach auf dem Court Philippe Chatrier geschlossen. Im ersten Satz wurde es kurz unruhig im Publikum, weil es an den Seiten reinregnete und die dort sitzenden Menschen Schirme aufspannten oder ihre Plätze fluchtartig verließen.
Mit dem Satzgewinn im Rücken war Zverev der deutlich bessere Spieler. Für Jodar, der vor der Sandplatzsaison fast nur Insidern bekannt war, schien die große Viertelfinal-Bühne plötzlich ein wenig zu groß zu sein. Womöglich war es auch eine Kraftfrage, der Youngster hatte in den zwei Runden zuvor jeweils über fünf Sätze gehen müssen.
Zverev nutzte die Schwächen seines Gegners gnadenlos aus und dominierte die Rallys vor allem mit seiner Rückhand. Plötzlich war er auch mit seinen Stopps wieder deutlich erfolgreicher. Jodars Gegenwehr war nach dem deutlich verlorenen zweiten Satz aber auch weitestgehend gebrochen. (are(dpa)

