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„Blind verliebt“Graf-Rivalin pleite: 35 Millionen einfach weg!

Steffi Graf und Arantxa Sánchez Vicario begutachten lächelnd ihre Trophäen nach dem Wimbledon-Finale.

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Steffi Graf und Arantxa Sánchez Vicario lieferten sich packende Duelle.

Früher schwamm sie im Geld, jetzt ist alles weg. Die Tennis-Legende Arantxa Sánchez Vicario rechnet ab und macht ihrem früheren Partner heftige Anschuldigungen.

Sie zählte zu den härtesten Konkurrentinnen von Steffi Graf und war eine wahre Tennis-Größe. Aber von den beinahe 15 Millionen Euro an Siegprämien und einem früheren Besitz von über 35 Millionen Euro ist bei Arantxa Sánchez Vicario heute nichts mehr da.

Für dieses finanzielle Desaster gibt die spanische Sport-Ikone hauptsächlich einer Person die Schuld: ihrem ehemaligen Gatten Josep Santacana. Das berichtet „t-online“.

Arantxa Sánchez Vicario: „Das Geld ist einfach verschwunden“

Die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin sprach in der TV-Show „Universo Callejo“ Tacheles. „Ich habe ihm vertraut, weil er der Vater meiner Kinder ist“, äußerte sich Sánchez Vicario. Sie sei „blind verliebt“ gewesen, aber er habe sich als eine völlig andere Person entpuppt. Die mittlerweile 54-Jährige führte von 2008 bis 2019 eine Ehe mit dem Unternehmer, aus der ein Sohn und eine Tochter hervorgingen. 

Die Vorwürfe markieren den Gipfel einer langen Leidensgeschichte. Schon im Jahr 2023 standen Sánchez Vicario sowie ihr früherer Partner in Barcelona wegen des Verdachts auf millionenschweren Betrug vor Gericht. Die Konsequenz war eine zweijährige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie die Auflage, eine Summe von beinahe 6,5 Millionen Euro zu begleichen.

„Ich war aufs Tennisspielen fokussiert und habe mich nie um meine finanziellen Angelegenheiten gekümmert, weil ich nicht wusste, wie“, erläuterte sie im Gespräch. Ihrem Gatten habe sie geglaubt, doch „das Geld ist einfach verschwunden, ich musste plötzlich die ganze Last tragen.“ Dieser Zustand sei für sie eine seelische Hölle gewesen. „Es war ein Schock. Ich musste in Therapie. Es war, wie aus einem Albtraum aufzuwachen.“

Den Gang hinter Gitter konnte sie aus einem simplen Grund vermeiden, den sie preisgab: „Ich musste die Haftstrafe nicht antreten, weil ich 50 Prozent meiner Einnahmen an die Bank zahle.“ Sie unterstrich dabei ihre Perspektive: „Ich mache das mit, obwohl ich eigentlich das Opfer war.“

Ihre Laufbahn als Sportlerin war beeindruckend. Über Jahre hinweg zählte Sánchez Vicario zur absoluten Weltklasse und bestritt unvergessliche Matches gegen Steffi Graf, auf die sie in sieben Finalpartien traf. Den ersten Titel bei den French Open sicherte sie sich 1989 im Alter von nur 17 Jahren, zwei weitere Siege in Paris kamen hinzu (1994, 1998). Im Jahr 1994 siegte sie außerdem bei den US Open.

Die Tennis-Berühmtheit hat nicht zum ersten Mal mit Geldsorgen zu tun. Schon 2009 gab es eine Verurteilung wegen Steuerbetrugs, und auch später wurde sie wiederholt mit Anschuldigungen des Betrugs konfrontiert. Sie warf sogar ihrer eigenen Verwandtschaft vor, ihre Geldangelegenheiten gesteuert und ihr Vermögen durchgebracht zu haben, was 2015 mit einer gütlichen Einigung beigelegt wurde.

Nachdem sie 2002 ihre aktive Laufbahn beendet hatte, wurde ihr eine besondere Anerkennung zuteil: Ein Platz beim Masters-Event in Madrid erhielt ihren Namen. Außerdem betätigte sie sich 2015 als Coach für die frühere Nummer eins der Welt, Caroline Wozniacki aus Dänemark. (red)

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