Was für ein Bild! Tennis-Ikone Roger Federer, ganz für sich in der Royal Box. Alle anderen sind weg. Was ist da passiert?
Irre Szene in WimbledonTennis-Gott Federer plötzlich ganz allein bei Zverev-Match

Copyright: Kirsty Wigglesworth/AP/dpa
Roger Federer sitzt ganz allein in der königlichen Loge in Wimbledon und schaut Alexander Zverev beim Match gegen Jiri Lehecka zu.
Aktualisiert:
Ein wirklich kurioser Augenblick rund um Roger Federer. Der 44-jährige Maestro aus der Schweiz wurde ohne sein Zutun zum Mittelpunkt des Geschehens, als das Wimbledon-Achtelfinale zwischen Alexander Zverev und Jiri Lehecka begann.
Der Grund dafür: Der achtfache Wimbledon-Sieger saß komplett einsam in der königlichen Loge. Nach dem dramatischen Sieg des Briten Arthur Fery in fünf Sätzen hatten alle anderen Zuschauer den Bereich verlassen. Nur die Legende selbst wollte sich keine Sekunde des Spiels entgehen lassen. Das berichtet „SPORT1“.
Journalist feiert Federer als wahren Tennis-Fan
Auch José Morgado, ein bekannter Tennis-Journalist, bemerkte die Situation und teilte sie auf „X“ mit den Worten: „Es sind auf der gesamten VIP-Tribüne vier Personen – und eine davon ist Federer. Man muss ihn einfach lieben.“
So eine Stille hatte Federer in seinem „Wohnzimmer“ vermutlich noch nie erlebt. Weit und breit war niemand, der ihn störte. Und der Schweizer? Er schien den ruhigen Moment sichtlich auszukosten. Völlig gelassen beobachtete er das Zverev-Match aus der ersten Reihe. Das Match wurde beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 für Zverev abgebrochen. Der Grund: Um die Anwohner zu schützen, darf in Wimbledon nur bis 23 Uhr Ortszeit gespielt werden.
Wimbledon-Legende Federer verbrachte den kompletten Tag auf dem Centre Court. Seine Anwesenheit war für Jasmine Paolini in ihrem Match gegen Alexandra Eala eine solche Ablenkung, dass sie aus dem Tritt kam, wie die Italienerin später gestand. Doch im dritten Satz kriegte sie noch die Kurve und besiegte die Swiatek-Bezwingerin 6:4, 4:6 und 6:3.
Das Duell von Arthur Fery gegen Grigor Dimitrov hatte Federer noch mit dem Formel-1-Star Kimi Antonelli als seinem Nachbarn verfolgt. Und als im Anschluss an das dramatische Match, das knapp vier Stunden dauerte, viele Leute gingen, blieb der „Maestro“ einfach sitzen.
Sein Ausharren ist kaum verwunderlich: Während seiner beeindruckenden Karriere, die 2022 ihr Ende fand, hatte Federer selbst diverse Duelle mit Zverev ausgetragen. (red)
