Alexander Zverev und Jannik Sinner liefern sich ein packendes Wimbledon-Finale auf Augenhöhe. Eine Sache allerdings stört Michael Stich.
„Da muss sie aufpassen“Wegen Zverev-Marotte: Stich kritisiert Schiedsrichterin

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Alexander Zverev beim Aufschlag.

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Alexander Zverev kämpft um den zweiten Grand-Slam-Titel seines Lebens – und vielleicht den wichtigsten. Im Finale von Wimbledon hat es die deutsche Nummer eins im Tennis mit Jannik Sinner zu tun.
Den ersten Satz holt sich der Hamburger gegen den Weltranglisten-Ersten und Titelverteidiger im Tiebreak Den zweiten Durchgang sichert sich Sinner – ebenfalls im Tiebreak.
Stich fordert mehr Konsequenz bei Zverev-Zeitspiel
Auf dem Centre Court können sich dabei beide auf ihren starken Aufschlag verlassen. Breaks in den ersten beiden Sätzen? Fehlanzeige. „Es ist wirklich ein Match auf dem allerhöchsten Niveau“, sagt Andrea Petkovic, Expertin bei Amazon Prime Video, in der Pause zwischen dem zweiten und dritten Satz.
Auch von Michael Stich, Co-Kommentator bei Amazon Prime Video, gibt es immer wieder viel Lob für beide.
Dem Wimbledon-Sieger von 1991 ist bei Zverev aber eine Sache aufgefallen: Vor wichtigen Punkten lässt sich der Deutsche manchmal mehr Zeit, als ihm eigentlich zusteht. Vor seinem Serve lässt er den Ball sehr häufig auftitschen.
Konsequenzen hat das, zumindest in den ersten beiden Sätzen, nicht. Als Zverev sich auch vor dem ersten Punkt im Tiebreak des zweiten Satzes Zeit lässt, gibt es von Stich Kritik an Stuhlschiedsrichterin Eva Asderaki-Moore.
„Diesmal habe ich wirklich darauf gewartet, dass die Schiedsrichterin etwas sagt, denn da war Alexander mit Sicherheit fünf Sekunden über die Uhr rüber, bevor er dann sogar den Ballwurf falsch hatte“, so Stich: „Ich finde, da muss sie aufpassen. Denn es werden Situationen im Match kommen, wo sie es irgendwann machen MUSS. Der Zeitpunkt wird nie gut sein.“ Bereits im Tiebreak des ersten Satzes hatte er die Schiedsrichterin als „sehr großzügig“ bezeichnet.
Im Tennis wurde vor einigen Jahren die sogenannte „Shot Clock“, also eine Stoppuhr, eingeführt. Sobald der Schiedsrichter oder die Schiedsrichterin diese nach einem Punkt betätigt, hat der Aufschläger 25 Sekunden Zeit, um zu servieren. Wenn er sich zu lange Zeit lässt, gibt es zunächst eine Verwarnung. Bei der zweiten Verwarnung steht dem Aufschläger beim nächsten Punkt dann nur ein Aufschlag statt der üblichen zwei zur Verfügung.
Das Match bleibt schließlich nicht ohne Breaks. Sinner nimmt Zverev den Aufschlag im dritten und vierten Satz jeweils einmal ab und gewinnt am Ende mit 6:7, 7:6, 6:3, 6:4.

