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„Er war steif und blau“Leichtathletik-Star Tiedtke fand Sohn (†17) tot im Bett

Susen Tiedtke konzentriert sich vor einem Sprung.

Copyright: IMAGO / Norbert Schmidt

Susen Tiedtke hat über den plötzlichen Tod ihres Sohnes gesprochen.

Der schlimmste vorstellbare Schock für eine Mutter: Susen Tiedtke hat sich zum Verlust ihres Sohnes Max geäußert.

Als Weitspringerin holte Susen Tiedkte in den Neunzigern Medaillen für Deutschland, war auch abseits der Tartanbahn einer der größten Stars im DLV-Team.

Doch nach der Karriere musste die ehemalige Weitspringerin, die einst zur inoffiziellen „Miss Olympia“ gekürt wurde, einen furchtbaren Schicksalsschlag verkraften.

Susen Tiedkte: „Ich lag halb im Koma auf dem Sofa“

Ihr Sohn Max (†17) starb im vergangenen Jahr völlig unerwartet. Nun hat Tiedtke in einem „RTL“-Interview ausführlich über den Tag gesprochen, der ihr gesamtes Leben auf den Kopf gestellt hat.

Es war der 4. März 2025. Ein Kumpel von ihrem Sohn Max rief an, weil er sich wunderte, dass sein Freund nicht erreichbar war. Die 57-Jährige sah daraufhin bei ihrem Sohn nach und fand ihn leblos in seinem Bett. „Und dann bin ich zu ihm ran und dann war er schon steif und blau“, schildert die frühere Athletin gekürt wurde. „Das reißt plötzlich das gesamte Leben aus einem heraus.“

Die Qual ist kaum in Worte zu fassen. „Das ist ja das eigene Fleisch und Blut und dann ist er tot.“ Eine nachfolgende Untersuchung offenbarte den dramatischen Grund: eine nicht entdeckte Herz-Entzündung. Vater des Jungen ist Ex-Tennisprofi Hendrik Dreekmann, von dem Tiedkte seit vielen Jahren getrennt ist.

Der Verlust ist für Tiedtke schier unerträglich. Ihr Dasein erschien ihr sinnlos. Die herzzerreißende Frage quälte sie: „Warum soll ich noch leben, wenn mein Sohn tot ist?“ Über Wochen war sie wie erstarrt. „Ich lag praktisch über einen Monat nur irgendwie so halb im Koma auf dem Sofa und wusste nicht, wo vorne und hinten ist“, berichtet sie.

Ein Gedanke aber gibt der früheren Profisportlerin Zuversicht: die Vorstellung eines Paradieses. „Es gibt einem so ein bisschen Trost, wenn man weiß, er ist nicht komplett weg“, erläutert Tiedtke. Ein derartiger Schicksalsschlag wäre ohne diese Überzeugung kaum auszuhalten. Mit Tränen in den Augen offenbart sie, dass sie ständig den Kontakt zu Max herstellen und mit ihm reden will.

Die ausgebildete Heilpraktikerin ist sich bewusst, dass sie den Blick nach vorn richten und wieder einer Tätigkeit nachgehen muss, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. „Man muss jetzt wieder seinen neuen Weg finden“, äußert sie sich voller Kampfgeist.

Tiedtke gewann in ihrer Karriere zwei Medaillen bei Hallen-Weltmeisterschaften, wurde zweimal Deutsche Meisterin und nahm an zwei Olympischen Spielen teil. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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