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30 Jahre hat es gedauert Tennis-König Zverev feiert historischen Triumph mit Freundin Thomalla

Küsschen für Alexander Zverev von Sophia Thomalla.

Alexander Zverev küsst bei der „Sportler des Jahres“-Ehrung am 19. Dezember 2021 seine Freundin Sophia Thomalla.

Die Erfolge von Tokio prägen die Wahl der „Sportler des Jahres“, der Fußball spielt im EM-Jahr keine Rolle. Die Sieger kommen aus der Leichtathletik, dem Radsport und vom Tennis.

Sie strahlten um die Wette und konnten nicht voneinander lassen. Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev (24) genoss die Ehrung als „Sportler des Jahres“ am Sonntag (19. Dezember 2021) an der Seite seiner Freundin Sophia Thomalla (32). Mit 1739 Punkten gewann er deutlich vor Schwimmer Florian Wellbrock (24, 1198) und Skispringer Karl Geiger (28, 729).

Die Freudentränen nach dem unfassbaren Halbfinalsieg gegen Dominator Novak Djokovic (34), die verliebten Blicke auf seine Goldmedaille während der Nationalhymne – diese olympischen Glücksgefühle lassen Alexander Zverev auch ein halbes Jahr nach seiner Sternstunde von Tokio nicht los.

„Der Olympiasieg ist etwas, was ich nie vergessen werde. Es gibt nichts Größeres als Olympia, das habe ich schon oft gesagt“, sagte Zverev vor 250 Gästen und betonte: „Wenn ich jetzt aufhören würde mit Tennis, könnte man mir die Goldmedaille nicht mehr wegnehmen.“ Die Laudatio hielt sein älterer Bruder, dem die Stimme kurz stockte. „Du hast es gesagt, ich bin ein emotionales Weichei“, sagte Mischa Zverev.

Alexander Zverev posiert mit seinem Bruder Mischa Zverev auf dem roten Teppich.

Alexander Zverevs Bruder Mischa hielt die Laudatio bei der Ehrung zum „Sportler des Jahres“ am 19. Dezember 2021.

Es war das Jahr für Alexander Zverev. Sechs Turniersiege sammelte er, darunter zwei Masters-Titel sowie den Triumph bei den ATP Finals in Turin, als er sich zum Saisonabschluss zum Besten der Besten krönte. Entsprechend wurde er verdient als Nachfolger von Eishockey-Star Leon Draisaitl (26) zu Deutschlands „Sportler des Jahres“ gewählt. 30 Jahre hatte es gedauert, bis ein Tennisspieler bei der renommierten Wahl wieder ganz oben stand. 1991 siegte Wimbledonchampion Michael Stich, Ikone Boris Becker gewann gleich viermal (1985, 1986, 1989, 1990).

Malaika Mihambo ist „Sportlerin des Jahres“

Weitsprung-Königin Malaika Mihambo (27) wurde bei der 75. Wahl zum dritten Mal nacheinander zur besten Sportlerin gekürt. Eine solche Erfolgsserie bei der Wahl zur „Sportlerin des Jahres“ schaffte zuletzt Tennisikone Steffi Graf, die in den 1980ern viermal nacheinander die Ehrung erhielt. „Das ist der Wahnsinn“, sagte Mihambo. Die Laudatio hatte Schwimm-Paralympicssiegerin Elena Semechin gehalten.

Malaika Mihambo posiert im Abendkleid für die Fotografen.

Malaika Mihambo erschien im eleganten Kleid zur Ehrung als „Sportlerin des Jahres“ am 19. Dezember 2021.

Die Wahl unter 980 deutschen Sportjournalisten ging bei den Frauen noch deutlicher als bei den Männern aus: Die 27-Jährige, die sich in Tokio mit ihrem letzten Versuch Gold gesichert hatte, setzte sich mit 1845 Punkten vor den Olympiasiegerinnen Aline Rotter-Focken (Ringen, 942 Punkte) und Ricarda Funk (Kanuslalom, 686) durch.

Fabian Hambüchen, ehemaliger deutscher Kunstturner, und Freundin Viktoria Feldbusch kommen zur Gala zur Wahl der „Sportler des Jahres“ 2021.

Der frühere deutsche Kunstturner Fabian Hambüchen kam mit seiner neuen Freundin Viktoria Feldbusch zur Gala „Sportler des Jahres“ am 19. Dezember 2021.

Als beste Mannschaft ging der Preis in Baden-Baden an den Bahnrad-Vierer der Frauen. Der landete bei der Abstimmung mit 1434 Punkten ebenso klar vor der Dressur-Equipe (875) und den Tischtennis-Männern (719).

Den Preis bekam das Quartett von der querschnittsgelähmten Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel überreicht. „Ich dachte: Wow, krass, wie schnell kann man fahren“, sagte Vogel rückblickend zu einem der Weltrekorde: „Ich sah das deutsche Flaggschiff wieder zurück auf den Olymp fahren. Diesmal waren Frauen am Steuer. Ihr steht hier als Vorbilder.“

Bahnrad-Vierer ist die „Mannschaft des Jahres“

Lisa Brennauer, Franziska Brauße, Mieke Kröger und Lisa Klein waren in Tokio mit Weltrekord zu Gold gefahren und treten nun in die Fußstapfen des Vorjahressiegers und Fußball-Rekordmeisters Bayern München. Im Anschluss an den Olympia-Coup gewann der Bahnrad-Vierer auch den WM- und EM-Titel. Die Fußball-Nationalmannschaft spielte nach dem Achtelfinal-Aus bei der Europameisterschaft keine Rolle bei der Wahl. (msw/dpa)

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