Eine Ära im deutschen Wintersport ist vorbei. Johannes Rydzek, einer der ganz Großen, beendet seine beeindruckende Laufbahn. Mit zwei Olympiasiegen und sieben WM-Titeln im Gepäck sagt der Kombinierer Adieu.
„Bin mit mir im Reinen“Deutscher Doppel-Olympiasieger macht Schluss

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Nach einer langen Karriere ist bald Schluss für Johannes Rydzek.
Aktualisiert
Johannes Rydzek, der zweifache Goldmedaillengewinner bei Olympia, hängt seine Profikarriere nach der aktuellen Saison an den Nagel.
„Es ist Zeit, Lebewohl zu sagen! Es fühlt sich der Moment richtig an, ich bin voll mit mir im Reinen“, äußerte sich der 34-Jährige laut dpa. Sein allerletztes Weltcup-Rennen wird der Saisonabschluss am kommenden Sonntag in Oslo sein.
Bundestrainer Frenzel: „Einfach großartig“
„Im Gepäck nach Norwegen sind ganz viele Emotionen, auch Wehmut ist mit dabei“, gestand Rydzek. Der Athlet aus Oberstdorf blickt auf eine bewegte Zeit zurück, in der er bei fünf Olympischen Winterspielen für Deutschland an den Start ging.
Auch Nationaltrainer Eric Frenzel, der in seiner aktiven Zeit selbst an Rydzeks Seite um Medaillen kämpfte, zeigte sich emotional. Es sei ein „Wermutstropfen, dass Johannes seine Karriere jetzt beendet.“
Frenzel ergänzte: „Über so viele Jahre auf einem so hohen Leistungsniveau performen zu können, immer wieder parat zu sein bei Großereignissen – das ist nicht einfach, das war großartig.“
Die Erfolgsbilanz von Rydzek ist phänomenal: Er errang vier olympische Medaillen, gekrönt von Doppel-Gold 2018 in Pyeongchang. Bei Weltmeisterschaften krönte er sich sogar siebenmal zum Champion.
Doch Rydzeks Weg war auch von schmerzhaften sportlichen Momenten gezeichnet. Bei den Winterspielen in China führte er im Einzelrennen lange, wurde aber nur wenige hundert Meter vor dem Zielstrich noch überholt und verfehlte das Podium. Ein unvergessliches Drama, das für Gänsehaut sorgt.
Und erst vor drei Wochen schien im Teamsprint mit Vinzenz Geiger Gold zum Greifen nah, doch nach Stürzen seines Partners landeten sie am Ende auf dem fünften Platz.
Im Einzel-Weltcup stand Rydzek insgesamt 18-mal ganz oben auf dem Podest. „Ich war mehr als die Hälfte meines Lebens im Weltcup unterwegs. Diesen Weg, mit diesen Momenten und den Menschen, die ich kennenlernen und erleben durfte, werde ich auch vermissen“, sagte er. Seinem Sport will er jedoch die Treue halten: „Ich möchte der Kombination in irgendeiner Form erhalten bleiben.“ (red)
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