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Ski-Beben im deutschen TeamSlalom-Star Holzmann zieht plötzlich den Stecker

Sebastian Holzmann lacht.

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Sebastian Holzmann tritt zurück. (Archivbild)

Ski-Beben im deutschen Team: Holzmann zieht den Stecker.

Wieder ein Abschied, der die Ski-Welt erschüttert. Sebastian Holzmann, ein Gesicht des deutschen Slaloms, sagt Servus. Nach 17 Jahren ist Schluss – und er hat eine klare Ansage dazu.

Der nächste Abgang im Deutschen Skiverband (DSV): Slalom-Ass Sebastian Holzmann (33) hängt seine Skier an den Nagel. Der Verband machte den Rücktritt am Montag öffentlich. Der 33-jährige Athlet, der 17 Jahre für das DSV-Team fuhr, traf seine Entscheidung nach dem Ende der vergangenen Saison. Darüber hatte der „kicker“ berichtet.

Holzmann erklärt: Darum ist jetzt Schluss

In einer Mitteilung des Verbands sprach Holzmann Klartext über seine Beweggründe. Er könne seinen Sport nicht mehr mit dem letzten Biss ausüben, der nötig ist. „Das Rennfahren ist und bleibt meine größte Leidenschaft“, erklärte der Sportler. Jedoch schaffe er es nicht mehr, seinem eigenen hohen Anspruch gerecht zu werden.

Sebastian Holzmann winkt.

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Sebastian Holzmann verabschiedet sich. (Archivbild)

Die Karriere des Oberstdorfers war ein ständiges Auf und Ab. Sein allergrößter Moment: Platz fünf im Slalom bei der Ski-WM 2023 in Courchevel. Das war der Gipfel seiner Laufbahn. Von 77 Starts im Weltcup kam er 26 Mal in die Punkteränge. Seine beste Platzierung war ein elfter Platz im Jahr 2018 in Kranjska Gora.

Bittere Rückschläge: Verletzungspech stoppte Holzmann immer wieder

Immer wieder wurde Holzmann von schlimmen Verletzungen zurückgeworfen. Vor allem ein Kreuzbandriss im Winter 2014/15 verhinderte seinen Sprung an die absolute Weltspitze. Der Weg zurück war ein harter Kampf. Die Leistungen in der Saison 2017/18 reichten am Ende nicht für das Olympia-Ticket. Mehr als Plätze in den Top 30 in Alta Badia und Wengen waren nicht drin.

Sebastian Holzmann nach einem Slalom-Rennen.

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Sebastian Holzmann nach einem Slalom-Rennen. (Archivbild)

DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier nahm die Nachricht mit Wehmut, aber auch großem Respekt auf. Maier unterstrich, dass Holzmann ein echter Kämpfer sei, der sich von Niederschlägen nie habe unterkriegen lassen und immer wieder aufgestanden sei. Der Verband wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Holzmann ist nicht der Einzige, der dem DSV in diesem Jahr den Rücken kehrt. Vor ihm hatten bereits Teamkollege Anton Tremmel und die Speed-Asse Andreas Sander und Romed Baumann ihren Abschied erklärt. Für seine eigene Zukunft hat Holzmann schon konkrete Vorstellungen. Er denkt über eine Berufsausbildung oder ein Studium nach. Dem Skisport will er aber treu bleiben und eine Tätigkeit im Skilehrwesen anstreben. (jag)

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