Olympia 2022 Non-binärer US-Star bei Winterspielen: „Nicht immer in der Lage, offen zu sein“

Ashley Cain-Gribble (links) und Timothy LeDuc (rechts) bei einem Wettkampf am 14. November 2021.

Ashley Cain-Gribble (links) und Timothy LeDuc kämpfen bei den Olympischen Winterspielen in Peking gemeinsam um Medaillen, hier am 14. November 2021.

Timothy LeDuc kämpft bei den Olympischen Winterspielen in Peking um Medaillen und markiert eine Premiere. Denn LeDuc ist die erste offen non-binäre Person bei Olympia.

Das Eiskunstlauf-Duo Timothy LeDuc (31) und Ashley Cain-Gribble (26) greift bei den Olympischen Spielen nach den Medaillen. LeDuc repräsentiert dabei aber nicht nur die USA, sondern auch viele Menschen der LGBTQI+-Community.

Gemeinsam treten die beiden am Freitag (18. Februar 2022) mit ihrem Kurzprogramm im Eiskunstlauf-Paarlauf bei den Winterspielen in Peking an. Dabei hebt LeDuc, im Wettkampf als Mann gelistet, Partnerin Cain-Gribble in die Lüfte.

Olympia 2022: LeDuc erste non-binäre Person

Das Besondere: Timothy LeDuc gilt als erste non-binäre Person bei Olympia. Non-binäre Personen fühlen sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig. Das biologische Geschlecht hat dabei nichts mit der Non-Binärität zu tun.

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Ashley Cain-Gribble (links) und Timothy LeDuc zeigen ihr Kurzprogramm bei einem Wettkampf am 6. Januar 2022.

Ashley Cain-Gribble (links) und Timothy LeDuc treten im Kurzprogramm an. Das Bild zeigt sie am 6. Januar 2022.

Bei den Spielen in Peking will LeDuc nun nicht nur um die Medaillen, sondern auch die Überwindung von Geschlechter-Stereotypen kämpfen: „Weil wir darüber sprechen, können wir mehr Menschen dazu bringen, zu verstehen, dass mit LGBTI-Personen nichts falsch ist.“

Die eigene Anwesenheit bei Olympia sieht LeDuc als normal an: „Wir waren schon immer hier, wir waren schon immer ein Teil des Sports. Wir waren nur nicht immer in der Lage, offen zu sein“. Insgesamt sind bei den Olympischen Winterspielen in Peking mindestens 35 queere Athletinnen und Athleten dabei.

Olympia 2022: Erfolgsstory auf allen Ebenen?

Neben der Unterstützung durch die LGBTQ+-Community kann sich LeDuc auch dem Rückhalt der Familie gewiss sein: „Mittlerweile begleitet mich mein Vater bei Pride-Märschen“, berichtet er. Seit 2019 geht LeDuc mit seiner Non-Binärität offen um.

Damit ist bereits vor dem Wettkampf im Kurzprogramm die erste Erfolgsgeschichte für Timothy LeDuc geschrieben. Ob sich LeDuc noch mit einer Medaille beschenkt, zeigt sich am Freitag. (sto)

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