Der einstige Olympia-Teilnehmer Mika Vermeulen hat ausgepackt, wie Skispringer betrügen – und zwar speziell im Schrittbereich.
Penis mit Tape fixiertEx-Skispringer enthüllt Schummel-Methoden
Dass im Skisprung-Zirkus getrickst wird, ist kein Geheimnis. Doch die neuen Aussagen eines Olympia-Teilnehmers bringen die Szene jetzt ordentlich ins Wanken.
Mika Vermeulen, der zwischen Dezember 2013 und 2018 Erfolge als mehrfacher Junioren-Weltmeister feierte – sowohl in der Nordischen Kombination als auch beim Skispringen –, hat im norwegischen Podcast „Skirious Problems“ ausgepackt. Er enthüllt, wie Athleten betrügen, und zwar speziell im Schrittbereich.
Mika Vermeulen spricht von absichtlichem Betrug im Skispringen
„Die Leute haben ständig betrogen. Sie stopften tonnenweise Plastilin in ihre Unterwäsche, um einen größeren Schritt zu erzielen“, berichtet der 26-Jährige. Der Nutzen ist ganz klar: Ein vergrößerter Schritt führt zu mehr Material und somit zu einer breiteren Tragfläche für mehr Auftrieb.
Dass solche Methoden angewendet werden, war offenbar weithin bekannt. Der Sportler aus Österreich erinnert sich laut „t-online“ sogar an drastische Anweisungen von erfahrenen Kollegen, den Penis vor Messungen mit Tape zu fixieren, um die Schrittmessung zu beeinflussen.
Diese Sportler seien heutzutage zwar nicht mehr in der Weltcup-Serie aktiv, doch Vermeulen legt mit einer heftigen Anschuldigung nach: „Ich kann das mit hundertprozentiger Sicherheit sagen: Alle, die beim Skispringen und in der Nordischen Kombination disqualifiziert werden, betrügen absichtlich.“
Die übliche Ausrede sei oft: „Ja, ja, aber alle anderen machen das auch.“ Vermeulen zog für sich zur Saison 2018/19 die Konsequenz und wechselte komplett in den Langlauf-Sport, wo es seiner Ansicht nach regelkonform zugeht. Der Verband aus Österreich versuchte, die Aussagen zu entschärfen, sprach gegenüber dem Sender NRK von Einzelfällen.
Er kritisiert die Denkweise im Skisprung-Sport scharf, bei der man bewusst Grenzen überschreitet und Gefahren in Kauf nimmt. Deshalb fordert er schärfere Sanktionen, da die aktuelle Sperre von zwei Wettkämpfen nach zwei Vergehen seiner Meinung nach zu lasch ist.
Die Vorwürfe platzen in eine angespannte Lage: Die Überprüfungen wurden erst intensiviert, nachdem bei der WM die Anzug-Manipulationen des norwegischen Teams aufflogen. Für zusätzlichen Zündstoff sorgte ein Artikel in der „Bild“ über Penis-Vergrößerungen mit Hyaluronsäure. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

