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Wahnsinns-ZahlenSerien-Haie jagen den DEL-Allzeit-Rekord

Die Spieler der Kölner Haie reißen die Arme nach oben und feiern mit den Fans.

Die Spieler der Kölner Haie nach ihrem jüngsten Sieg am Sonntag (11. Januar 2026) in Augsburg.

Aktualisiert

Die Kölner Haie sind nach zwölf Siegen in Serie unantastbarer Tabellenführer der DEL. Schon bald könnte der KEC einen alten Klubrekord brechen.

Wer soll diese Hammer-Haie stoppen? Mit dem 3:1-Sieg in Augsburg baute die Mannschaft von Cheftrainer Kari Jalonen (66) ihre Wahnsinnsserie auf zwölf Siege in Folge aus. Damit ist sie nur einen Sieg vom Klubrekord von 13 DEL-Siegen (1995 und 2005) entfernt, den sie im kommenden Auswärtsspiel in Bremerhaven (Freitag, 16. Januar 2026, 19.30 Uhr) einstellen kann.

Dann wäre auch die längste DEL-Siegesserie greifbar. Die Adler Mannheim gewannen vom 27. November 2001 bis zum 18. Januar 2002 15 Spiele am Stück. Für die Haie mit Spielen gegen Iserlohn und Schwenningen machbar.

DEL: Letzte Haie-Niederlage nach 60 Minuten ist über zwei Monate her

Was für ein Lauf, den die Haie mit dem spektakulären 5:4-Sieg gegen eben diese Adler am 14. Dezember einleiteten. Zwei Tage zuvor hatten sie beim EHC München erst in der Verlängerung 1:2 verloren, aber nach zuvor sechs Siegen in Serie ebenfalls gepunktet.

Das galt auch für die vorige 3:4-Penaltyniederlage gegen Augsburg, der zwei weitere Siege vorausgingen. Die letzte Niederlage nach 60 Minuten war am 2. November beim 0:2 gegen München. Damit haben die Haie jetzt in 22 Spielen in Folge gepunktet und sich mit 89 Punkten und elf Zählern Vorsprung auf Mannheim an der Tabellenspitze abgesetzt.

Innerhalb ihrer Serie schossen sie aber nicht jeden Gegner vom Eis wie beim 8:1 in Dresden, sondern mussten sich auch nach Rückständen zurückkämpfen oder die Spiele nach Torfestivals (6:5 gegen Schwenningen, 5:4 in Ingolstadt) zu ihren Gunsten wenden.

Auch in Augsburg lag der KEC zurück, doch nach dem 1:1-Ausgleich von Maxi Kammerer drehte Topscorer Patrick Russell das Spiel und Tanner Kero machte mit dem 3:1 den Sack zu.

„Momentan haben wir einen sehr guten Lauf“, freute sich Verteidiger Jan Luca Sennhenn. „Wir sind am Anfang mit dem Gegentor wieder ein bisschen spät reingestartet. Mit der Zeit ist es immer besser geworden. Wir haben unsere Chancen gut genutzt und verdient gewonnen.“

Damit beendeten die Haie ihren Vier-Spiele-Roadtrip mit der Maximalausbeute von zwölf Punkten. Ein schöner Lohn für die 1287 Kilometer lange Bustour von Köln nach Dresden, Nürnberg, Ingolstadt und Augsburg zurück nach Köln.

Haie-Raubzug quer durch die Republik bringt fette Beute

„Wir haben einen langen Trip hinter uns und ich finde, dass die gesamte Organisation einen großartigen Job gemacht hat“, lobte Coach Jalonen. „Auch in Augsburg war es – wie in den vielen Spielen zuvor – eine enge Angelegenheit. Es ist eine gute Botschaft, dass wir einen Weg gefunden haben, die Partie zu gewinnen. Jetzt ist es Zeit, ein paar Tage Pause einzulegen und dann weiterzumachen.“

Der Haie-Raubzug quer durch die Republik brachte fette Beute. Vier Spiele, zwölf Punkte, 20:8 Tore. Darunter waren vier Powerplay-Tore (Quote von 57,1%). Topscorer während des Trips war Russell mit drei Toren und vier Assists. Der Däne war wie Kammerer in jedem Spiel erfolgreich und untermauert mit insgesamt 24 Toren und 25 Assists seine Ausnahmestellung im Kader.

Ebenfalls auswärts in Torlaune waren Oliwer Kaski (drei Tore, vier Assists), Dominik Bokk (drei Tore, zwei Assists) und Juhani Tyrväinen (zwei Tore, drei Assists).

Aber auch die Abwehr- und Torwart-Leistungen der Haie waren überragend. Sie mussten nur ein Gegentor in Unterzahl und über die gesamte Tour kein Gegentor im dritten Drittel hinnehmen. Die Penalty Kill-Quote lag bei 92,3 und Fangquote bei 92,98 Prozent. So stark soll es zum Abschluss der fünf Spiele dauernden Auswärtstournee in Bremerhaven weitergehen und der Klubrekord gebrochen werden.