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„Bin nicht der, für den sie mich halten“ Olympiasieger Mo Farah veröffentlicht unglaubliche Lebensgeschichte

Mo Farah hält die Flagge Großbritanniens und posiert mit dem Pokal.

Olympiasieger Mo Farah bei einem Langstreckenlauf in Brüssel am 4. September 2020.

In der Dokumentation „The Real Mo Farah“ enthüllt der britische Olympiasieger Mohamed Farah einige Lügen über sein bisheriges Leben und eine falsche Identität.

In einer BBC-Dokumentation veröffentlichte der Olympiasieger Mohamed Farah (39) eine unglaubliche Geschichte über sein Leben. Er sei unter anderem mit falschem Namen aufgewachsen.

„Die Wahrheit ist, dass ich nicht der bin, für den Sie mich halten“, sagte der viermalige Leichtathletik-Olympiasieger in vorab veröffentlichten Auszügen der Sendung mit dem Titel „The Real Mo Farah“ (Der echte Mo Farah).

Britischer Olympiasieger Mo Farah lebte unter falscher Identität

Der aus Somalia stammende 39-Jährige gab an, als Hussein Abdi Kahin geboren worden zu sein in einer Region, die sich inzwischen als Somaliland weitgehend selbstständig gemacht hat. Anders als früher von ihm dargestellt, hätten seine Eltern nie in Großbritannien gelebt, sagte Farah.

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Stattdessen sei sein Vater im Bürgerkrieg ums Leben gekommen und er von seiner Mutter getrennt worden. Als Neunjähriger reiste er schließlich ins Vereinigte Königreich. „Ich wurde illegal unter dem Namen eines anderen Kindes als Mohamed Farah nach Großbritannien gebracht“, so der Olympia-Held.

Seine Kindheit beschreibt Farah als schwierig. In den ersten Jahren hätte die Familie, bei der er fortan lebte, ihm nicht erlaubt, zur Schule zu gehen. „Oft habe ich mich einfach im Badezimmer eingeschlossen und geweint“, sagt er. Wenn er etwas zu essen haben wollte, hätte er zuvor Hausarbeit machen müssen oder andere Kinder betreuen. Erst mit zwölf Jahren sei er an einem College aufgenommen worden.

Muss Farah jetzt um seine britische Staatsbürgerschaft bangen?

Dass er sich nun an die Öffentlichkeit wende, sei von seinen eigenen Kindern inspiriert gewesen, erzählte Farah. „Familie bedeutet mir alles, und als Eltern bringt man seinen Kindern bei, ehrlich zu sein. Aber ich fühlte immer, dass ich immer dieses Geheimnis hatte, nie ich selbst sein konnte und erzählen wollte, was wirklich geschehen war.“ Ihm sei es inzwischen wichtig, die Wahrheit erzählen zu können, so Farah weiter.

Über das Schicksal des echten Mohamed Farah weiß der Sportler nichts. Er hoffe, es gehe ihm gut, fügte er hinzu. Ein Anwalt warnt Farah in der Dokumentation, er könne womöglich durch die Offenbarung seine britische Staatsbürgerschaft verlieren. Doch laut der britischen Nachrichtenagentur „PA“ gab das Innenministerium in London bereits zu erkennen, dass er nichts zu befürchten habe.

Farah hat in seiner Karriere bereits vier Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen und weitere 14 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften gewonnen. Der 39-Jährige wurde 2017 sogar in den Adelsstand erhoben. (dpa,fr)

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