Durch eine äußerst unfaire Aktion wird der deutsche Skicrosser Tim Hronek bei Olympia um seine Finalchance gebracht. Anschließend flucht er auf seinen Gegner.
„Motherf*****“Deutscher Olympia-Athlet fliegt raus: Gegner böse beleidigt

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Tim Hronek musste sich im Ski Cross bei Olympia im Halbfinale geschlagen geben.
Aktualisiert
Wie bitter ist das denn! Skicrosser Tim Hronek hat bei den Olympischen Spielen das Finale verpasst – weil einer seiner Gegner ihn „foulte“.
Die unsportliche Aktion des Schweizers Ryan Regez hat Hronek die Chance auf eine olympische Medaille im Ski Cross gekostet. Der Goldmedaillengewinner von Peking blockte im Halbfinale einen Überholversuch regelwidrig ab, indem er Hronek den Arm gegen den Hals drückte.
ARD-Experte sauer: „So etwas habe ich noch nie erlebt“
„Oh, da ist er wütend jetzt“, sagte der ARD-Kommentator. „Ist das bitter!“ Hronek fluchte im Ziel auf Englisch. „Der hat mich wie bekloppt gehalten. Motherf*****!“
Der Bayer verlor dadurch für einen Moment Geschwindigkeit und Kontrolle. Der Japaner Satoshi Furuno schob sich als Unbeteiligter der heftig diskutierten Szene vorbei und zog ins Finale ein.
„Das war einfach unsportlich und kostet den Timi den Finaleinzug oder die mögliche Medaille. Was soll man da jetzt noch sagen, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte der aktuell verletzte Skicrosser Tobias Müller als Experte der ARD.
Regez wurde zwar bestraft. Hronek half diese Sanktion allerdings nicht, er musste im kleinen Finale antreten. Gold-Hoffnung Florian Wilmsmann verpasste das Finale ebenfalls und duellierte sich mit Hronek.

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Tim Hronek (l.) wird durch den Arm seines Kontrahenten vor der Kurve klar behindert.
Die beiden Deutschen landeten einen Tag nach dem Olympiasieg von Daniela Maier auf den Rängen sechs und sieben – Hronek mit Wut im Bauch vor Wilmsmann.
Gold ging an den Italiener Simone Deromedis. Dahinter komplettierten sein Landsmann Federico Tomasoni sowie Alex Fiva aus der Schweiz das Podest. Chancenlos im Kampf um die Medaillen waren dagegen die weiteren Deutschen Cornel Renn und Florian Fischer. Das Duo schied im Viertelfinale aus. (are/dpa)

