„Der weiße Blitz“ Leichtathletik-Sensation Matthew Boling wandelt auf den Spuren des großen Carl Lewis

Matthew Boling bereitet sich auf einen 200-Meter-Lauf vor.

Matthew Boling am 15. Mai 2021 im texanischen College Station beim 200-Meter-Rennen.

Matthew Boling ist die neue Leichtathletik-Sensation der USA. Der College-Student aus Georgia wandelt auf den Spuren des einstigen Superstars Carl Lewis. Weil er weiß ist, genießt er eine besondere Aufmerksamkeit. Aber das gefällt Boling nicht.

Sie nennen ihn den „weißen Blitz“ – und das gefällt Matthew Boling (21) überhaupt nicht. Er versteht nicht, was seine Hautfarbe damit zu tun haben soll, dass er so schnell rennen und so weit springen kann. Aber „es ist, wie es ist“, sagte Boling, der neue Shooting-Star der Leichtathletik. Wie sein Spitzname stattdessen lauten sollte? „Matt“, sagte Boling.

Aber einfach nur „Matt“ ist für einen, der geschafft hat, was zuvor nur dem großen Carl Lewis (60) gelang, wohl ein bisschen zu langweilig. Wie die Leichtathletik-Legende schlechthin knackte Boling in einem Jahr die Zehn-Sekunden-Marke über 100 Meter (9,98), lief die 200 Meter schneller als 20 Sekunden (19,92) und sprang über acht Meter weit (8,25).

Matthew Boling hat steinigen Weg vor sich

„Ich bin auf jeden Fall zufrieden damit, wo ich im Moment stehe“, sagte der Student der University of Georgia. Lewis schaffte dieses Kunststück gleich mehrfach, und die Zahlen vom ersten Mal (9,97 und 19,75 Sekunden sowie 8,79 Meter aus dem Jahr 1983) lesen sich noch ein bisschen beeindruckender, aber auch Boling sieht sich noch lange nicht am Ende.

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„Es ist ein steiniger Weg, den wir umsetzen müssen“, sagte der gläubige Christ: „Es ist nicht so, dass ich mir einfach meinen Lauf ansehe und der Trainer sagt: ‚Oh, du musst das machen‘. Und beim nächsten Mal mache ich das perfekt. Es ist ein Prozess.“ Vor zwei Jahren sorgte er erstmals für Schlagzeilen, als er einen mehr als 20 Jahre alten Highschool-Rekord brach.

Matthew Boling beeindruckt auf den 200 Metern

Vor allem Bolings 200-Meter-Zeit beeindruckte die Experten, nur drei Athleten auf der Welt waren in diesem Jahr schneller als der Student, der auf der Zielgeraden fast noch Tempo rauszunehmen scheint. Schnellere Zeiten scheinen da nur eine Frage von Wochen zu sein.

In den USA gilt Boling schon jetzt als Leichtathletik-Sensation. Im Kaufhaus wird er nach Selfies gefragt, TV-Sender laden ihn ein, mit der Fastfood-Kette Dunkin' Donuts hat er einen Sponsoren-Deal abgeschlossen.

„Die Hautfarbe verschafft dir vielleicht Aufmerksamkeit. Damit kommt man auf die Party“, sagte Ex-Sprinter Ato Boldon (48): „Die Frage ist: Kannst du tanzen? Und dieser Junge kann tanzen.“

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