Dopingsumpf Sohn von Didi Thurau mehr als neun Jahre gesperrt, aber macht das Sinn?

Björn Thurau vom Team Wanty-Groupe Gobert befestigt am Rande des Radrennens Rund um den Finanzplatz Eschborn - Frankfurt seinen Kopfhörer.

Björn Thurau am 1. Mai 2016 in Eschborn bei Frankfurt.

Lange Strafe für den ehemaligen Radprofi Björn Thurau, der bei der Operation Aderlass den Dopingfahndern ins Netz ging.

Bonn. Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat den ehemaligen Radprofi Björn Thurau „wegen mehrerer Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen“ für neun Jahre und sechs Monate gesperrt. Dies teilte die Organisation am Donnerstag (23. September 2021) mit. Es handle sich dabei unter anderem um Verstöße beim Gebrauch oder versuchten Gebrauch, Besitz, Inverkehrbringen oder der Verabreichung verbotener Substanzen zu Dopingzwecken im Radsport, wie aus der Mitteilung hervorging.

Doch macht diese lange Sperre überhaupt Sinn? Thurau, der Sohn des früheren Radstars Dietrich Thurau, hat seine aktive Karriere Ende 2019 beendet.

Die Sperre des 33-Jährigen beginnt mit dem Tag der Entscheidung, die laut Nada am 19. August fiel. Das freiwillig anerkannte halbe Jahr seit der vorläufigen Suspendierung vom 9. März soll demzufolge angerechnet worden. Alle Wettkampfergebnisse Thuraus zwischen dem 21. Dezember 2010 und dem 9. März 2021 sollen annulliert werden, damit werden auch Medaillen, Punkte und Preise aberkannt. Im Februar hatte die Nada Ermittlungen gegen den Ex-Radprofi aufgenommen. Thurau war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Björn Thurau fiel bei Operation Aderlass auf

Er war im Rahmen der „Operation Aderlass“ und im Strafprozess gegen den Mediziner Mark S. aufgefallen. Unter anderem wurde er bei Polizeibefragungen des Radsportlers Pirmin Lang in der Schweiz belastet.

Die Nada erhielt eigenen Angaben zufolge Informationen von Antidoping Schweiz und der Münchner Staatsanwaltschaft „bezüglich mehrerer dopingrelevanter Sachverhalte des Athleten in einem sportrechtlich nicht rechtsverjährten Zeitraum von 2011 bis 2014“. (dpa)

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