Die deutschen Biathlon-Stars stecken tief in der Krise. Nach der Pleite bei Olympia muss jetzt ein bekanntes Gesicht die Wende bringen. Es ist eine riesige Herausforderung.
Biathlon-Beben in DeutschlandDieser Mann soll das Team aus dem Tief holen

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Bernd Eisenbichler wird erneut Sportdirektor des Biathlon-Teams. (Archivbild)
Zum Deutschen Skiverband (DSV) kommt Bernd Eisenbichler als Sportdirektor für Biathlon zurück. Der 50-Jährige tritt am 1. Mai die Position von Felix Bitterling an, der zur IBU, dem Weltverband, geht, wie die dpa meldet.
Comeback nach Job in der Sport-Industrie
Eisenbichler kennt den Job bereits bestens. Er hatte die Verantwortung schon einmal von 2019 bis 2022, ehe er eine Führungsposition in einem Unternehmen für Sportartikel annahm.
DSV-Sportvorstand Andreas Schlütter erklärte, dass im Vorfeld „zahlreiche Gespräche geführt“ worden seien. Es gab wohl mehrere Kandidaten für den Posten. Aber Eisenbichlers Konzept hat sich durchgesetzt. „Seine Ideen, seine Erfahrung im internationalen Biathlon und sein klarer Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte haben für uns den Ausschlag gegeben“, so Schlütter.
Riesen-Aufgabe nach historischer Pleite
Eine gewaltige Menge Arbeit kommt auf den neuen Chef zu. Seit Franziska Preuß ihre Karriere beendet hat, gibt es keine richtige Anführerin im Team. Mit nur einer einzigen Bronzemedaille war die letzte Olympia-Saison die schlechteste seit der Wiedervereinigung.
Die deutschen Skijäger, die früher so viele Erfolge feierten, können mit den besten Nationen wie Frankreich und Norwegen nicht mehr mithalten. Auch vier undankbare vierte Plätze bei den Spielen ändern daran nichts. „Wir müssen selbstkritisch sagen, dass wir mit dem Verlauf dieses Winters insgesamt nicht zufrieden sein können“, räumte auch DSV-Vorstand Schlütter ein.

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Felix Bitterling verlässt den deutschen Verband wieder. (Archivbild)
Eisenbichler schaut schon in die Zukunft und hat einen klaren Plan: „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit allen Beteiligten zu prüfen, an welchen Stellen wir weiter nachschärfen müssen, damit wir sowohl in der Weltspitze als auch im Nachwuchsbereich dauerhaft erfolgreich bleiben.“
Bitterling wechselt zur IBU
Sein Vorgänger, Felix Bitterling, geht freiwillig zurück zur Internationalen Biathlon Union (IBU). Dort hatte er in der Vergangenheit schon gearbeitet. Der Bayer übernimmt die Führung einer neuen Marketing-Abteilung. In seiner Zeit als DSV-Sportdirektor seit April 2022 hat er viele neue Prozesse in Gang gesetzt.
Alle deutschen Biathlon-Anhänger setzen ihre Hoffnung jetzt in Eisenbichler. Er steht vor der Aufgabe zu zeigen, dass er die Skijäger zurück zum Erfolg bringen kann. (red)
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