Abo

Olympia-Held sattelt umBiathlon-Star erfüllt sich seinen größten Kindheitstraum

Emilien Jacquelin

Copyright: Hendrik Schmidt/dpa

Emilien Jacquelin trug als Zeichen seiner Verehrung bei Olympia den Ohrring Pantanis. (Archivbild)

Émilien Jacquelin tauscht die Ski gegen das Rennrad. Ein spektakulärer Wechsel, der aber nur auf Zeit sein soll.

Was für eine Nachricht aus der Wintersport-Szene! Émilien Jacquelin (30), der Olympiasieger aus Frankreich im Biathlon, wagt einen kompletten Neuanfang. Der fünffache Weltmeister wird ab dem 1. Mai für das französische Nachwuchsteam von Decathlon-CMA CGM in die Pedale treten.

Ein endgültiges Aus für seine Biathlon-Laufbahn ist das aber nicht. Jacquelin möchte die Saison nach den Olympischen Spielen dafür einsetzen, um „meinen Horizont zu erweitern und meine Komfortzone zu verlassen“, wie die dpa berichtet. Bereits als Jugendlicher hegte er den Wunsch nach einer Karriere im Radsport.

Biathlon-Star lebt seinen „größten Kindheitstraum“

„Dieses Projekt hat mich schon länger beschäftigt“, erklärt Jacquelin. Die Olympischen Winterspiele 2030 in seiner Heimat Frankreich seien weiterhin sein Hauptziel. Dennoch wolle er nun eine neue Herausforderung annehmen und „im Radsport auf höchstem Niveau antreten“. Er fügt hinzu: „Ich werde meinen größten Kindheitstraum leben. Mir ist bewusst, wie viel Glück ich habe.“

Die große Überraschung bei der ganzen Sache: Es handelt sich vorerst nur um ein Praktikum! „Ich habe einen sechsmonatigen Praktikumsvertrag, auch wenn noch nicht alles endgültig feststeht“, verriet der Wintersportler der Zeitung „L'Équipe“. Er stellte klar, dass er nicht zum Team stoße, „um jemandem den Platz wegzunehmen“.

Idol Marco Pantani als riesige Inspiration

Seine tiefe Verbundenheit zum Radsport ist eng mit einem Namen verknüpft: Marco Pantani. Die italienische Rad-Ikone ist sein großes Vorbild. „Marco ist derjenige, der mich dazu gebracht hat, Sport zu treiben“, offenbarte der Franzose. Seine Verehrung ging so weit, dass er bei den Winterspielen in Antholz einen Ohrring der Legende trug. Das Schmuckstück war eine Leihgabe von Pantanis Familie. In Antholz sicherte er sich Gold mit der Staffel sowie Bronze in der Verfolgung.

Für das Radsport-Team ist die Kooperation ein logischer Schritt. Jean-Baptiste Quiclet, der Leistungssportdirektor, erläuterte: „Radfahren ist bereits ein wichtiger Bestandteil seiner Biathlon-Vorbereitung. In diesem Jahr nach den Olympischen Spielen möchten wir ihm die Möglichkeit geben, den Radsport auszuprobieren und so seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Ragnar Ache  beim Training des 1. FC Köln.

„Wir haben ihn auf dem Radar“

FC-Kunstschütze Ache winkt WM-Teilnahme