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„Klingt jetzt nicht so gut“Zverev erreicht Achelfinale – aber Interview macht Sorgen

Aktualisiert:

Sorgen um Alexander Zverev: Nach seinem Achtelfinal-Einzug in Madrid deutete der deutsche Tennis-Star eine Verletzung an.

Alexander Zverev ist beim ATP-Masters in Madrid ins Achtelfinale eingezogen. Doch sein On-Court-Interview unmittelbar nach dem Matchball bereitet Sorgen.

Zverev, in der spanischen Hauptstadt an Nummer zwei gesetzt, besiegte den Franzosen Térence Atmane mit 6:3, 7:6. Im zweiten Satz führte der Hamburger bereits 5:2, ließ seinen Gegner aber nochmal zurück ins Match kommen – offenbar aus gutem Grund.

Zverev deutet Verletzung an

Wie Zverev verriet, habe er in dieser Phase mit einer Verletzung zu kämpfen gehabt. Details wollte er nicht nennen. „Ich habe bis dahin quasi perfektes Tennis gespielt“, so Zverev, der sich nicht sicher war, ob er am Dienstag zum Achtelfinale überhaupt antreten kann: „Ich hoffe, es ist etwas, das wir in den Griff kriegen.“

Sky-Moderator Stefan Hempel, der das Match gemeinsam mit Ex-Profi Patrik Kühnen kommentiert hatte, sagte nach dem Interview: „Klingt jetzt nicht so gut.“ Kühnen sprach von einem kleinen Fragezeichen.

Atmane konnte den deutschen Topspieler, offenbar wegen dessen physischer Probleme, erst gegen Ende des zweiten Satzes wirklich fordern. Als Zverev zum Matchgewinn servierte, schaffte der Außenseiter das erste Break zum 4:5 und brachte anschließend auch seinen eigenen Aufschlag mit viel Leidenschaft durch.

Die Nummer 74 der Welt blühte plötzlich auf, Zverev musste um den bereits sicher geglaubten Sieg kämpfen. Der Weltranglistendritte fand nach kurzer Schwächephase doch noch die richtigen Antworten und behielt im Tiebreak die Nerven, während Atmane laut über seine Fehler schimpfte.

Zverev ist neben dem italienischen Weltranglistenersten Jannik Sinner der größte Titelkandidat beim mit rund 8,2 Millionen US-Dollar dotierten Sandplatzturnier. Seine Chancen haben sich nach den Absagen des Spaniers Carlos Alcaraz und des Serben Novak Djokovic vergrößert.

Zverev ist in Madrid der einzig verbliebene deutsche Tennisprofi in den Einzel-Wettbewerben. Bei den Frauen ist keine deutsche Spielerin mehr im Turnier. Sollte er für das Achtelfinale fit sein, würde Jakub Mensik aus Tschechien auf Zverev warten. (are/dpa)

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