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Paralympics-Wahnsinn um deutsche SportlerinLeonie Walter durchlebt nächstes Medaillen-Chaos

Paralympics 2026

Copyright: Martin Schutt/dpa

Geteiltes Bronze für Deutschland und Tschechien.

Zuerst Rang fünf, dann Bronze, danach wieder alles auf dem Prüfstand! Para-Biathletin Leonie Walter hat bei den Paralympics eine unglaubliche Achterbahnfahrt der Emotionen erlebt. Am Schluss stand eine Entscheidung, die so keiner erwartet hatte.

Was für ein Nervenkitzel für die 22 Jahre alte Para-Athletin Leonie Walter! Im Anschluss an ihre Sprint-Verfolgung im Para-Biathlon überquerte die sehbeeinträchtigte Sportlerin mit ihrem Begleiter Christian Krasmann die Ziellinie zunächst auf dem fünften Platz. Doch es wurde rasch deutlich: Irgendetwas lief hier schief.

Wie die dpa meldet, war die Ursache für den Zeitverlust ein technischer Defekt an den Kopfhörern am Schießstand. Ein Desaster für Walter, die auf die akustischen Hinweise angewiesen ist. Der Fall musste von der Jury untersucht werden.

Stundenlanges Zittern und eine außergewöhnliche Entscheidung

Nach einer ausgedehnten Wartephase bekam Walter eine Zeitgutschrift und verbesserte sich auf den dritten Platz – Bronze! Aber das Bangen hatte noch kein Ende. Es gab mehrere Einsprüche, und beinahe zwei Stunden danach folgte die finale, ungewöhnliche Entscheidung: Es wird Doppel-Bronze vergeben.

Somit konnte Walter bei der Medaillenvergabe gemeinsam mit der Tschechin Simona Bubenickova feiern, die ursprünglich als Dritte angekommen war. „Es war schon eine lange Wartepartie. Aber es ist eine schwierige Entscheidung. Keiner von uns Athleten konnte etwas für das nicht funktionierende System. Keiner weiß, wie der Wettkampf ausgegangen wäre, wenn das Problem nicht gewesen wäre“, äußerte sich Walter nach dem aufreibenden Warten.

Bereits das zweite Chaos für die „Pechvogel“-Sportlerin

Für die junge Sportlerin ist dies schon das zweite Chaos in nur wenigen Tagen. Schon zuvor wurde ihr im Klassik-Sprint die Silbermedaille entzogen, da ihr Guide gegen eine Vorschrift bei der Lauftechnik verstoßen hatte.

„Es ist eine komische Situation. Das hatte ich bisher noch nie in meinem Leben, dass ich vor einer Jury aussagen musste. Und jetzt innerhalb von wenigen Tagen mehrfach. Irgendwie weiß ich nicht, ob ich zum Pechvogel geworden bin“, so die Athletin.

Angesprochen darauf, ob sie nun zur „Drama-Queen“ avanciere, fand Walter deutliche Worte: „Der Fehler lag ja nicht direkt an mir. Auch heute lag es nicht an mir, sondern am System. Ich hatte keinen klaren Ton und den hätte auch kein anderer Athlet an dem Schießstand gehabt.“

Eine Achterbahn der Emotionen, die die 22-Jährige wohl nicht so schnell vergessen wird. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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