Streit beigelegt! Neujahrsspringen in Garmisch gerettet.
Zoff ums Springen beendetDSV und Skiclub einigen sich kurz vor dem Gerichtstermin.

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Das Neujahrsspringen fasziniert Jahr für Jahr. (Archivbild)
Gute Nachrichten für alle Wintersport-Fans! Der erbitterte Streit um das legendäre Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ist endlich vom Tisch. Kurz vor einem drohenden Gerichtstermin kam die erlösende Einigung, die das berühmte Event der Vierschanzentournee rettet.
Das Springen zum Jahreswechsel wird also doch keine Angelegenheit für die Justiz. Zwischen dem Deutschen Skiverband (DSV) und dem verantwortlichen Skiclub Partenkirchen wurde eine Übereinkunft erzielt. Ein für diesen Dienstag (15. Juni 2026) angesetzter Gütetermin am Landgericht München I ist damit hinfällig. Bei der Auseinandersetzung drehte es sich um das Vertragskonstrukt und die Verteilung der Einnahmen.
DSV-Vorstand sieht „tragfähige Lösung“
„Wir freuen uns, dass es nach intensiven und konstruktiven Gesprächen gelungen ist, eine gemeinsame und tragfähige Lösung für die Ausrichtung des Neujahrsspringens zu finden“, sagte DSV-Vorstand Andreas Schlütter. Er betonte, man sei immer zuversichtlich gewesen, die offenen Fragen gemeinsam lösen zu können. Auch Gespräche mit dem Bürgermeister und Vertretern des Marktes Garmisch-Partenkirchen hätten dazu beigetragen.
Das Gericht bestätigte auf Anfrage, dass der Termin zur Güteverhandlung aufgehoben wurde. Der Grund: Der Skiclub Partenkirchen, der als Antragsteller auftrat, hatte seinen Antrag zurückgenommen.

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Symbol für die Tournee: die goldene Siegertrophäe. (Archivbild)
Darum ging der Zoff ums Geld
Doch warum krachte es überhaupt so gewaltig? Der Skiclub hatte mehr Geld gefordert. Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen, hatte vor einiger Zeit der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt: „Wir tragen das komplette Risiko, hatten 22 Jahre lang aber keine signifikanten Zahlungsanpassungen. In den vergangenen beiden Jahren hatten wir bei der Tournee Fehlbeträge in unseren Kassen.“ Ein echtes „Wie bitte?!“-Detail bei einem so populären Event. Am Montag äußerte sich der Skiclub auf dpa-Anfrage zunächst nicht.
Jubiläums-Tournee kann steigen
Über die genauen Details der Einigung wurde Stillschweigen vereinbart. „Für uns war stets entscheidend, Verantwortung zu übernehmen und den Blick auf das zu richten, was uns verbindet: die Zukunft des Neujahrsspringens“, so DSV-Vorstandssprecher Schlütter. Man könne den Fokus nun wieder voll auf die sportliche Vorbereitung richten.
Und die hat es in sich. „Vor uns liegt ein ganz besonderes Jahr: Die Vierschanzentournee feiert ihr 75-jähriges Jubiläum, und erstmals wird es in diesem Rahmen auch eine Tournee der Damen geben. Das ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung unseres Sports“, erklärte Schlütter. (dpa/red)

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Wellinger und Co. warten seit Langem auf einen Triumph. (Archivbild)
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