Pogacar jagt den letzten großen Sieg: Kann er die „Hölle des Nordens“ erobern?
„Das war völlig gestört“Deutscher Rad-Star über die „Hölle des Nordens“ Paris-Roubaix

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Tadej Pogacar bei seiner Erkundung der Strecke. (Archivbild)
Tadej Pogacar (27) ist eine lebende Legende: Zweifacher Weltmeister, vierfacher Tour-Sieger. Fast alles hat er abgeräumt. Doch ein riesiger Triumph fehlt dem slowenischen Rad-Phänomen noch in seiner Sammlung: der Sieg bei der legendären „Hölle des Nordens“, Paris-Roubaix.
„Es ist kein Geheimnis, dass Paris-Roubaix eines der großen Ziele für diesen Teil der Saison ist“, sagte Pogacar vor seinem zweiten Anlauf. Seine Form ist überragend, erst am vergangenen Sonntag holte er sich die Flandern-Rundfahrt. Die Motivation ist groß, der Druck aber gering, so der Rad-Star.
Deutscher Ex-Sieger: „Das war völlig gestört“
Der Wettkampf gilt als eine der härtesten Prüfungen der Welt. Von 258,3 Kilometern führen 54,8 Kilometer über brutales Kopfsteinpflaster. Einer, der das Gefühl kennt, ist John Degenkolb. Er ist einer von nur zwei Deutschen, die das Rennen je für sich entscheiden konnten (2015).
An das Regen-Chaos von 2021 denkt er mit Grauen zurück. „Das war völlig gestört, weil man da eigentlich überhaupt keine Kontrolle mehr hatte“, sagte Degenkolb, wie die „dpa“ berichtet. Er spricht von einem „absoluten Härtetest für Mensch und Maschine“. Die Vibrationen seien extrem stark.
Top-Favoriten Pogacar und van der Poel im Duell
Als Top-Anwärter wird der niederländische Vorjahresgewinner Mathieu van der Poel gehandelt, der in Roubaix schon dreimal triumphierte. Doch Pogacar ist ihm dicht auf den Fersen. Bei seiner ersten Teilnahme im letzten Jahr wurde er Zweiter, auch wegen eines Ausrutschers.

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Im vergangenen Jahr Zweiter: Tadej Pogacar (l) muss sich Mathieu van der Poel (m) geschlagen geben. (Archivbild)
Auf dem tückischen Pflaster ist jedoch alles möglich. Stürze und Pannen gehören dazu. „Man muss den perfekten Tag erwischen, man muss Glück haben, man muss die perfekten Beine haben, das Material muss halten“, erklärt Degenkolb die Unberechenbarkeit des Rennens.
Legendäre Duschen und deutsche Hoffnungen
Ein Mythos des Rennens sind die kargen Duschen im Vélodrome von Roubaix. Hier befreien sich die vom Staub und Schlamm gezeichneten Profis von den Strapazen. Jedem Sieger ist ein Messingschild gewidmet. „Neben all diesen großen Namen einfach seinen eigenen Namen da zu sehen, ist schon etwas Besonderes“, schwärmt Degenkolb.
Neben Degenkolb, der zum 13. Mal startet, sind weitere Deutsche dabei: Nils Politt unterstützt seinen Teamkollegen Pogacar, dazu kommen die Tour-de-France-Debütanten des Vorjahres, Niklas Märkl und Marius Mayrhofer.

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Der deutsche Radprofi John Degenkolb. (Archivbild)
In Deutschland könnt ihr das Rennen live im Ersten (ab 14.05 Uhr) und bei Eurosport (ab 10.30 Uhr) verfolgen. Streams gibt es ab Start bei HBO Max und in der ARD-Mediathek (ab 12.05 Uhr). Das Frauenrennen findet erstmals am selben Tag statt und wird ebenfalls im Stream gezeigt. (red)
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