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„Alles aufs Spiel gesetzt“Vettel berichtet: Karriere hing am seidenen Faden

Die ARD zeigt eine Doku über Sebastian Vettel. In der Produktion geht es nicht nur um den Ex-Rennfahrer Vettel.

Schon 2012, kurz nach seinem zweiten WM-Titel mit Red Bull, schickte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Sebastian Vettel einen anerkennenden Brief – gefolgt von einem geheimen Treffen und einer ersten Anfrage für einen Wechsel zur Scuderia.

Vettel lehnte damals ab, da er bei Red Bull glücklich war und siegte, hielt sich die Option für die Zukunft aber offen. Nach sportlichen Problemen im Jahr 2014 wechselte Vettel schließlich vor der Saison 2015 zu Ferrari nach Maranello.

Vettel: „Natürlich mitbekommen, dass die finanzielle Situation angespannt war“

Die neue vierteilige Dokumentation „Being Sebastian Vettel“ (ab Donnerstag in der ARD-Mediathek, TV-Premiere am 28. Oktober) beleuchtet diesen Weg, seine Erfolge und die Ferrari-Jahre sowie sein Leben jenseits der Rennstrecke.

Die Dokumentation zeigt auch den privaten Sebastian Vettel: Seine Selbstzweifel, das Cockpit als Fluchtort, seinen extremen Ehrgeiz sowie die familiären Opfer und Ängste, die seine Karriere begleiteten. In den Anfangsjahren hing der Durchbruch schließlich am seidenen Faden.

Die finanzielle Last spürte er dabei stets deutlich: „Das habe ich natürlich mitbekommen, dass die finanzielle Situation angespannt war, dass es nicht einfach war, wenn die nächste Mahnung ins Haus getrudelt ist.“ Und er fuhr mit der ständigen Last: „Dass ich wusste, wenn das jetzt in die Hose geht, habe ich das alles irgendwie aufs Spiel gesetzt.“

Mit vier WM-Titeln und 53 Siegen stieg Vettel zu einem der erfolgreichsten Formel-1-Piloten auf. Diesen Rekord als jüngster Weltmeister mit 23 Jahren könnte er allerdings bald verlieren, da Kimi Antonelli im Mercedes bereits mit 20 Jahren den Titel holen kann.

Vettel und Schumacher

Copyright: Jens Büttner/dpa

Sie veränderten die Motorsportwelt nicht nur in Deutschland: Sebastian Vettel (l) und Michael Schumacher. (Archivbild)

Neben seinen Eltern kommen in der Dokumentation auch Mentor Helmut Marko und Ex-Rivale Lewis Hamilton zu Wort, der Vettel für seinen Blick über den Tellerrand schätzt.

Teil der Doku ist auch Ex-Vizekanzler Robert Habeck, da sich Vettel stark für Umwelt und Nachhaltigkeit einsetzt – motiviert unter anderem durch seine Familie.

Passend dazu startet die Doku mit einer besonderen Auszeichnung. Anfang 2026 erhielt er ein gläsernes Nashorn als Umweltschützer des Jahres. Vettel blickt zufrieden auf diesen neuen Lebensweg. „In der Hinsicht ein nachhaltiger, dass er zufrieden macht“, wie der Vierfach-Weltmeister zufrieden bilanziert.