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„Es wird passieren“Fia-Boss kündigt die Rückkehr der lauten V8-Motoren an

Mohammed Ben Sulayem

Copyright: Bradley Collyer/PA Wire/dpa

Fia-Boss Mohammed Ben Sulayem hat klare Vorstellungen zum V8-Comeback. (Archivbild)

Motoren-Zoff in der Formel 1! Kommen die V8-Boliden zurück?

Riesen-Aufregung in der Formel 1! Es geht um die Herzen der Boliden: die Motoren. Eine neue Regel sorgt für mächtig Ärger, doch das ist noch nicht alles. Der oberste Chef des Sports zündet die nächste Stufe und will die legendären V8-Motoren zurückbringen!

Mohammed Ben Sulayem, der Präsident des Weltverbands Fia, macht keinen Hehl aus seinen Plänen. Er ist sich sicher: „Es wird passieren“. Damit meint er die Rückkehr der V8-Triebwerke. Sein Versuch vor etwa einem Jahr, die noch lauteren V10-Motoren wieder einzuführen, schlug fehl. Die jetzige, umweltfreundlichere Antriebsgeneration mit ihren rund 1000 PS (davon ein großer Teil aus der Batterie) hat zwar neue Marken wie Audi angelockt, sorgt aber auch für Probleme.

Fia-Chef plant V8-Rückkehr mit Öko-Sprit

Der Frust bei den Piloten über ständige Überhol-Spielchen und Fast-Unfälle hat den Fia-Chef alarmiert. Er sieht die Notwendigkeit zu handeln. Gegenüber dem Online-Portal „Racing365“ sagte er: „Der populärste und am einfachsten umzusetzende Weg ist der V8“. Die Pluspunkte sind für ihn klar: der Sound, eine unkompliziertere Bauweise und weniger Kilos. Die Kraft soll primär vom Verbrennungsmotor stammen, während die elektrische Leistung stark reduziert wird. Trotzdem soll, wie bereits jetzt, mit komplett synthetischem, nachhaltigem Kraftstoff gefahren werden.

Das wäre eine komplette Kehrtwende. Während normale Autos immer elektrischer werden, könnte die Formel 1, die sich gerne als Technologieführer für die Serie sieht, den Rückwärtsgang einlegen. Der ehemalige Fahrer Ralf Schumacher sagt dazu im Podcast „Backstage Boxengasse“: „Innovation ist alles gut, solange man es kontrollieren kann – und vor allem, solange es sinnvoll ist“. Seiner Meinung nach ist die Königsklasse für die Hybrid-Entwicklung inzwischen nicht mehr der entscheidende Faktor.

Timo Glock in der Formel 1

Copyright: picture alliance / dpa

Timo Glock fuhr selbst auch in der V8-Ära. (Archivbild)

Timo Glock, sein Kollege als Sky-Experte, legt den Finger auf den für viele Fans entscheidenden Punkt: „Sound, Sound, und noch mal Sound.“ Er schwelgt in Erinnerungen an seine aktive Karriere, als die V8-Triebwerke noch liefen: „Als ich damals in die Formel 1 gekommen und in die Box reingelaufen bin, wenn der Motor warmgelaufen ist, habe ich Gänsehaut bekommen und bin rückwärts wieder rausgegangen vor Ehrfurcht.“

ADUO-Regel: Aktueller Zündstoff in der Boxengasse

Parallel zur Debatte über die Zukunft ab 2030 kocht aber schon jetzt ein anderes Thema hoch. Es geht um eine neue Vorschrift mit dem komplizierten Namen ADUO („Additional Development and Upgrade Opportunities“) und soll schwächeren Teams unter die Arme greifen.

Im Klartext heißt das: Ein Hersteller kann seinen Motor, der für die Saison eigentlich nicht mehr verändert werden darf, doch noch verbessern. Die Bedingung dafür ist, dass sein Verbrennungsmotor mindestens zwei Prozent weniger Leistung hat als der stärkste Motor im Wettbewerb. Obwohl Fia-Technikchef Nikolas Tombazis versicherte, die Regel sei „keine Wunderwaffe“, herrscht große Zurückhaltung.

Dominator Mercedes ist alarmiert

Besonders bei Mercedes, dem bislang ungeschlagenen Team dieser Saison, läuten die Alarmglocken. Teamchef und Motorsport-Boss Toto Wolff mahnte bereits: „Das Prinzip von ADUO war, Teams zu helfen, die beim Antrieb im Hintertreffen sind, damit sie aufholen können – aber nicht, um andere zu überholen“.

Toto Wolf

Copyright: Philipp von Ditfurth/dpa

Toto Wolff steht einer V8-Rückkehr offen gegenüber. (Archivbild)

Die Silberpfeile haben die bisherigen vier Grand Prix der Saison dominiert. Die Saison startete am 8. März, aber die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien fielen wegen des Iran-Kriegs aus. Den Auftakt gewann George Russell, danach siegte Kimi Antonelli. Vor dem Großen Preis von Kanada an diesem Wochenende liegt der Italiener in der Gesamtwertung vor dem Briten. Hauptkonkurrent Ferrari könnte jetzt durch die ADUO-Klausel einen Vorteil bekommen.

Wolff verlangt deshalb lückenlose Aufklärung: „Es muss absolut klar sein, dass jede Entscheidung darüber, welches Team ADUO erhält, große Auswirkungen auf das Leistungsgefüge und die Meisterschaft haben kann, wenn sie nicht mit absoluter Präzision, Klarheit und Transparenz getroffen wird.“ Eines ist sicher: Der Motoren-Krach in der Formel 1 ist noch lange nicht vorbei. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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