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Diskussion mit BriatoreRalf Schumacher „kann Mick nicht verstehen“

Mick Schumacher hat bei der Sitzprobe im IndyCar des RLL-Teams Spaß.

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Mick Schumacher hat bei der Sitzprobe im IndyCar des RLL-Teams Spaß.

Aktualisiert

Mick Schumacher steht vor seinem Debüt in der IndyCar-Serie. Sein Onkel und Sky-Experte Ralf Schumacher sieht ihn dort nur ungern.

Ralf Schumacher kann den Wechsel seines Neffen Mick in die amerikanische IndyCar-Serie einfach „nicht verstehen“ und hält ihn für „unnötig“.

Es stelle sich die „Nutzen-Risiko-Frage“, sagte der frühere Formel-1-Pilot in einer Sky-Presserunde wenige Tage vor dem Formel-1-Start über den Schritt des 26-Jährigen in die USA.

Ralf Schumacher über Mick: „Mit diesem Schritt ist diese Tür auch zu“

Was der Onkel von Mick Schumacher meint: „Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, dass Durchschnittsgeschwindigkeiten von 360 km/h in einem Oval gefährlicher sind als normale Formel-1-Rennen.“

In den USA gebe es zwar großartiges Racing auf eine ganz andere Art und Weise als in Europa. Doch Schumacher habe beispielsweise auch mit Alpine-Chef Flavio Briatore über die Gefahren der IndyCar-Serie gesprochen: „Der sagte gleich: ‚Fernando Alonso habe ich nach einem Jahr da weggeholt.‘“

Ralf Schumacher hätte Mick deshalb lieber weiter bei Alpine, bei der Langstrecken-WM oder gar in der Formel 1 gesehen. Allerdings: „Mit diesem Schritt ist diese Tür auch zu. Es kommen ja auch immer neue Talente nach“, so der 50-Jährige.

Auch wenn sein Neffe „einen Platz in der Formel 1 verdient“ hätte. „Wenn ich den einen oder anderen sehe, da ist Mick definitiv besser“, sagt der Formel-1-Experte über den ehemaligen Haas-Piloten.

Mick Schumacher umarmt Flavio Briatore als Mercedes-Fahrer am Rande eines Rennens in Barcelona.

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Mick Schumacher umarmt Flavio Briatore als Mercedes-Fahrer am Rande eines Rennens in Barcelona.

„Ob das dann zum siebenfachen Weltmeister gereicht hätte, darum geht es hier gar nicht“, so Schumacher über eine Diskussion, die er ebenfalls erst vor wenigen Wochen mit Briatore, dem früheren Teammanager von Bruder Michael Schumacher, geführt habe.

„Mit einem anderen Teamchef, da bin ich auch fest von überzeugt, wäre Mick auch heute noch in der Formel 1“, ist sich Ralf Schumacher sicher. Als junger Fahrer habe dieser einfach Unterstützung gebraucht und keinen, der permanent mit den Medien streitet.

Mick Schumacher hatte das Team Haas nach der Saison 2022 unter Teamchef Günther Steiner verlassen. Steiner ließ Schumachers Vertrag auslaufen und setzte stattdessen auf Nico Hülkenberg. Das Verhältnis zwischen beiden galt als angespannt.

Seine Premiere in der IndyCar-Serie wird Mick Schumacher am Sonntag (18 Uhr/Sky) auf dem Stadtkurs von St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida feiern. Eine Rückkehr in die Formel 1 hält er selbst noch für denkbar. In seiner neuen Heimatserie habe es „bereits großartige Fahrer“ gegeben, die mit der Formel 1 in Verbindung waren, hatte Schumacher nach seinem Wechsel erklärt.

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