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Propaganda statt FußballTürkisches WM-Video mit Erdogan und Militär sorgt für Wut

WM 2026 - türkische Fans in Vancouver

Copyright: Emma Peterson/FR172365 AP/AP/dpa

Türkische Fußballfans bereiten sich in Vancouver auf das erste Spiel ihrer Mannschaft vor. Ein neues Video der türkischen Fußballföderation sorgt indes für Debatten.

Erdoğans WM-Video sorgt für Wut: Fußball oder Krieg?

Ein Werbevideo der türkischen Fußballföderation zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft sorgt für hitzige Diskussionen. Der Grund: In dem Clip werden neben den Nationalspielern auch Projekte der Regierungspartei AKP gezeigt, was bei vielen Fans für Wut und Unverständnis sorgt.

Der Clip zum Lied „Ihr alle - Wir die Türkei“ wurde direkt vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Auftrag gegeben. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu handelt es sich dabei um die Neuinterpretation eines traditionellen Volksliedes.

Video zeigt Kampfflugzeuge und Präsident Erdoğan

Doch statt reiner Fußball-Euphorie bekommen die Zuschauerinnen und Zuschauer einiges mehr zu sehen. In dem Musikvideo tauchen neben Szenen aus dem Stadion auch Aufnahmen von Kampfflugzeugen, Marineschiffen und der bekannten Drohnenfirma Bayraktar auf.

Präsident Erdogan selbst ist ebenfalls prominent im Video vertreten: mal im Trikot auf dem Fußballplatz, mal bei einer Autofahrt oder auf einer Militärparade. Pikantes Detail: Teile des Videos wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt.

„Fußballspiel oder Krieg?“: Fans sind empört

Bei den türkischen Fans kommt das Video alles andere als gut an. Die Kritik in den sozialen Medien ist laut. Ein Nutzer auf der Plattform X bringt die Stimmung auf den Punkt und fragt unter dem Video: „Gehen wir zum Fußballspiel oder in den Krieg?“

Auch die oppositionelle Zeitung „Cumhuriyet“ sparte nicht mit Kritik. Sie bemängelte, dass in dem Video „eher die AKP-Propaganda als die Nationalmannschaft, der Fußball und die Weltmeisterschaft“ im Vordergrund stünden. Namik Tan, Abgeordneter der größten Oppositionspartei CHP, schrieb auf X, die Nationalmannschaft sei ein gemeinsamer nationaler Wert und dürfe nicht zum „Propagandainstrument einer Partei“ werden.

WM-Qualifikation nach 24 Jahren

Die Aufregung ist auch deshalb so groß, weil die Freude über die WM-Teilnahme riesig war. Die Türkei hatte sich zuletzt 2002 für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Fußball hat in der türkischen Gesellschaft einen enormen Stellenwert.

Am Sonntag trifft die Türkei zum Auftakt auf Australien. Anpfiff ist um 6.00 Uhr morgens deutscher Zeit. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Die Runde im Breakfast Club von MagentaTV während der WM 2026 am 12. Juni. Foto: MagentaTV
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