Ob da alles nach Plan lief? Beim Spiel der USA gegen Paraguay griff der VAR nach einer Schwalbe ein, obwohl das Spiel schon wieder lief.
Auch Kommentator wundert sichWM-Schiri sorgt mit VAR-Entscheidung für Verwirrung
Kurze Verwirrung beim WM-Auftakt der USA gegen Paraguay (4:1)! Eine Situation in der 51. Spielminute sorgte in der Nacht zum Samstag für Aufsehen. Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie (43) unterbrach das Spiel zur Verwunderung von Spielern und Fans.
In der 50. Spielminute duellierte sich US-Abwehrmann Tim Ream an der eigenen Grundlinie mit Paraguays Miguel Almirón. Der Südamerikaner ging zu Boden, woraufhin Makkelie auf Freistoß und Gelb für Ream entschied.
Video-Beweis deckt Schwalbe auf – kommt aber zu spät
Wenig später, nachdem Julio Enciso von Paraguay den fälligen Freistoß schon getreten hatte, unterbrach Makkelie wieder. Sein Griff zum Ohr war das eindeutige Signal für eine Nachricht des Video-Schiedsrichters. Der greift eigentlich aber nur ein, ehe das Spiel wieder fortgesetzt wurde.
Die Monitore zeigten nun allerdings die Mitteilung, dass eine „Spielerverwechslung“ („Mistaken Identity“) durch den VAR untersucht werde. Der spanische Video-Assistent Carlos del Cerro Grande hatte mit seinem holländischen Kollegen Dennis Higler ganz genau aufgepasst.
Sie wiesen Makkelie darauf hin: Eine Berührung von Ream an Almirón gab es gar nicht – und zumindest nur minimal. Die TV-Bilder, die sich der Unparteiische am Spielfeldrand anschaute, zeigten stattdessen eine Schwalbe des Paraguay-Stars, der theatralisch zu Boden gegangen war.
Die Verwarnung gegen Ream wurde annulliert, während stattdessen Schauspieler Almirón für seine Einlage Gelb kassierte. Was in der Sache komplett richtig entschieden war, wirkte in der Umsetzung noch etwas holprig.
In der Live-Übertragung bei MagentaTV wunderte sich Kommentator Benni Zander über die Szene und rätselte zunächst über den Hintergrund – wie viele andere Zuschauer auch.
„Es gibt Gelb für Almirón, obwohl der ruhende Ball schon ausgeführt war“, fasste er mit hörbarer Verwunderung zusammen: „Dass das noch zum Tragen kommt, nachdem der Freistoß bereits gespielt ist, finde ich zumindest mal bemerkenswert.“
Experte Mats Hummels nannte die Begründung der Spielerverwechslung in der Analyse nur einen Vorwand, um die falsche Entscheidung beim gepfiffenen Foul zu korrigieren, konnte den Ablauf aber ebenfalls nicht so recht nachvollziehen. (bc)

