Kurz nach dem WM-Finale eskalierte die Lage auf dem Spielfeld. Unter anderem gerieten Leandro Paredes und Spaniens Gavi heftig aneinander. Der Weltmeister verteidigt seinen Angreifer jetzt jedoch.
Ausgerechnet ER verteidigt ihnSpanien-Star verblüfft mit Aussagen über Rüpel Paredes
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Eine emotionale Achterbahnfahrt war das WM-Endspiel im MetLife Stadium in New Jersey. Während die spanische Mannschaft ihren zweiten Weltmeistertitel feierte, flossen bei den Argentiniern nach der bitteren Niederlage die Tränen. Bei manchen Akteuren wandelte sich der Frust jedoch in Wut um.
Im Zentrum des Tumults stand Leandro Paredes. Der argentinische Spieler mischte sich in ein Handgemenge ein und attackierte mehrere Kontrahenten. Eines seiner Ziele war der Spanier Gavi, den Paredes sogar zweimal umstieß. Statt jedoch eine empfindliche Bestrafung zu fordern, sorgt Gavi mit seinen Aussagen über Paredes für Verwunderung.
Gavi stellt sich vor seinen Angreifer
Im Gespräch mit ESPN verteidigte der Angegriffene den Aggressor auf verblüffende Weise. „Ich finde nicht, dass es eine Sanktion geben sollte“, lauten Gavis Worte. Eine Äußerung, die für großes Staunen sorgt.
Seine Haltung erklärte er sogar noch genauer: „Mir ist bewusst, dass dadurch gegenüber den Kindern kein gutes Bild vermittelt wurde, aber zum Fußball gehört nun einmal auch dieser etwas gewalttätigere Teil.“ Seiner Meinung nach hätte ein Platzverweis während des Spiels genügt, um die Sache abzuschließen. Das berichtet „t-online“.
Doch Paredes, der erst nach der Pause eingewechselt worden war, kam für sein Vergehen allerdings mit einer Gelben Karte davon. Anders als anfangs gedacht, sah er auch nach dem Abpfiff keinen roten Karton.
Ungeachtet der versöhnlichen Töne von Gavi könnte die Angelegenheit für den Argentinier noch Folgen haben. Der Weltfußballverband Fifa gab bekannt, dass seine Disziplinarkommission einen speziellen Ermittler beauftragt hat.
Dessen Aufgabe ist es, die gesamten Vorkommnisse nach Spielende zu untersuchen. Paredes war zudem nicht der einzige, der die Nerven verlor: Roberto Ayala, Argentiniens Co-Trainer, fiel ebenfalls unangenehm auf, als er Dani Olmo mit der Hand im Gesicht traf. Er plant aber immerhin, sich persönlich zu entschuldigen.
Es ist also noch offen, welche Maßnahmen die Fifa aufgrund der unrühmlichen Szenen nach dem Finale ergreifen wird. Eine Bestrafung steht für Paredes und ebenso für Ayala weiterhin im Raum. (red)

