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Titel oder frühes AusDeutsche WM-Historie zeigt: Erstes Spiel ist wegweisend

Franz Beckenbauer (l), Lothar Matthäus und Andreas Brehme (r)

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Wohin ein Traumstart ins Turnier führen kann, bewiesen Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus und Andreas Brehme (vl) 1990 in Italien. (Archivbild)

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WM-Historie zeigt: Der Auftakt entscheidet über Titel oder Aus

Rein in die WM – aber wie? Ein gelungener Auftakt ist Gold wert, das weiß jeder Fan. Die Historie der Nationalelf spricht Bände: Das erste Match gibt oft die Richtung vor. Darum wird das Spiel gegen den Debütanten Curaçao diesen Sonntag in Houston für Julian Nagelsmann und sein Team zu einer echten Nagelprobe.

Immer wenn der Pokal am Ende hochging (1954, 1974, 1990, 2014), begann alles mit einem Sieg. Die Vergangenheit beweist, wie schmal der Grat zwischen Jubel und Enttäuschung schon am ersten Tag ist.

1990: Der Traumstart zum Titel

Unter der Regie von „Kaiser“ Franz Beckenbauer legte die Mannschaft in Italien einen Start hin, wie er im Buche steht. Ein fulminantes 4:1 gegen Jugoslawien in Mailand, bei dem Anführer Lothar Matthäus mit zwei Toren glänzte. Das war der Funke, der das Feuer entfachte. Den Deckel drauf machte Wochen später Andreas Brehme mit seinem verwandelten Strafstoß zum 1:0-Finalsieg über Argentinien.

1994 & 1998: Siege ohne Glanz, Ende im Viertelfinale

Als amtierender Champion quälte sich die DFB-Elf in den USA zu einem mühsamen 1:0 über Bolivien. Ein Tor von Jürgen Klinsmann in Chicago bewahrte die Mannschaft vor dem peinlichen Ausrutscher. Die Truppe von Berti Vogts fand aber nie zu ihrer Form. Im Viertelfinale war gegen Bulgarien mit 1:2 Feierabend. Ein Déjà-vu dann vier Jahre darauf in Frankreich: Erneut netzte Klinsmann beim 2:0-Startsieg gegen die USA, aber das Aus kam wieder in der Runde der letzten Acht. Nach einem Platzverweis für Christian Wörns in Lyon kassierte Deutschland eine bittere 0:3-Klatsche gegen Kroatien.

WM2010 - Auftaktsieg Deutschlands bei Fußball-WM 2002

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Der dreifache Miroslav Klose (r) beim höchsten deutschen WM-Sieg. (Archivbild)

2002: Historischer Sieg und bitteres Finale

Das war ein echter „Wie bitte?!“-Moment in Sapporo! Unter der Leitung von Rudi Völler gelang der Nationalmannschaft mit dem 8:0 gegen Saudi-Arabien der höchste WM-Sieg der deutschen Geschichte. Miroslav Klose steuerte einen Hattrick bei. Angetrieben von Oliver Kahn und Michael Ballack kämpfte sich die Mannschaft bis ins Finale, unterlag dort aber Brasilien.

2006 & 2010: Startschuss zum Sommermärchen und Platz drei

Bei der WM im eigenen Land 2006 zündete Philipp Lahm mit einem Traumtor beim 4:2 über Costa Rica die erste Rakete des Sommermärchens. Die Truppe von Jürgen Klinsmann ließ sich von der Begeisterung tragen und landete schließlich auf dem dritten Platz. Einen ebenso starken Start gab es 2010 in Südafrika: Ein damals 20-jähriger Thomas Müller markierte beim 4:0 gegen Australien seinen ersten WM-Treffer und holte sich am Ende die Torjägerkrone. Und wieder reichte es für den Sprung aufs Treppchen: Platz drei.

Philipp Lahm

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Als Philipp Lahm im WM-Eröffnungsspiel 2006 in Münhen Maß nahm. (Archivbild)

2014: Der vierte Stern nach Gala-Auftakt

Die Reise zum vierten Titel startete für Jogi Löws Elf mit einer echten Ansage: ein 4:0 gegen Portugal! Thomas Müller war mit seinen drei Toren der gefeierte Mann des Tages. Was danach kam, ist Legende: das historische 7:1 über Brasilien und der magische Moment von Mario Götze, der als Joker das entscheidende Tor gegen Argentinien schoss.

WM 2014 - Deutschland - Portugal 4:0

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Beim letzten deutschen WM-Triumph 2014 sorgt Thomas Müller für die Initialzündung. (Archivbild)

2018 & 2022: Der Absturz beginnt am ersten Tag

Costa Rica - Deutschland

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Raus ohne Applaus: Kapitän Manuel Neuer 2022 beim Vorrunden-Aus. (Archivbild)

Der tiefe Fall in Russland nahm schon im ersten Match seinen Anfang. Die Titelverteidiger von 2014 wirkten beim 0:1 gegen Mexiko einfach nur platt. Ein kurzer Hoffnungsschimmer durch Toni Kroos' spätes Siegtor gegen Schweden verpuffte schnell: Ein 0:2 gegen Südkorea besiegelte das erstmalige Aus in der Gruppenphase.

Das Drama wiederholte sich 2022 in Katar. Unter Hansi Flick gab die DFB-Auswahl eine 1:0-Führung gegen Japan aus der Hand und verlor noch 1:2. Der abschließende 4:2-Erfolg über Costa Rica war nur noch für die Statistik – die Mannschaft musste wieder die Koffer packen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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