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„Warum nicht wir?“US-Coach Pochettino beschwört vor der WM den großen Traum

Christian Pulisic

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Christian Pulisic ist der größte Star im Kader von WM-Gastgeber USA. (Archivfoto)

WM-Gastgeber USA: Der Fußball kämpft um seinen Platz.

Ein Super Bowl, für den man drei Tage vor dem Kick-off noch Karten bekommt? In den Vereinigten Staaten absolut undenkbar. Aber im Fußball ist die Lage eine andere. Für das erste WM-Match des Mitausrichters USA gegen Paraguay am Samstag (3.00 Uhr MESZ) gibt es tatsächlich noch offizielle Tickets. Das ist zwar nicht das große Finale, aber die Verfügbarkeit von Eintrittskarten für das Spiel südlich von Los Angeles ist ein klares Symbol. Unabhängig von der Diskussion über die teuren Preise zeigt es den Stellenwert des Fußballs in den USA. Seit Lionel Messi in der Major League Soccer angekommen ist, hat der Sport zwar enorm zugelegt. Ein Volkssport ist er aber noch lange nicht.

„Wir sind ein Land, das Basketball und American Football liebt. Es ist schwer, die einzufangen“, erklärte Joe Scally von Borussia Mönchengladbach gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. „Aber ich denke, wir sind sehr nah dran. Die WM wird da noch mehr Begeisterung bringen.“ Sein Teamkollege Gio Reyna hebt ebenfalls die positive Entwicklung der letzten Jahre hervor. „Wir haben noch einen Weg zu gehen, aber der Fortschritt der vergangenen vier oder fünf Jahren war schön zu sehen. Ein gutes Turnier würde sicherlich helfen.“

Fußball-Boom bei Kids – doch auf der Straße regiert der Football

Tatsächlich ist Fußball schon heute die Sportart, bei der die meisten Kinder im Land angemeldet sind. Befragungen von Eltern zeichnen jedoch ein anderes Bild: Wenn es darum geht, was ihre Kinder zwanglos auf der Straße spielen, fällt Soccer deutlich ab. Hier liegen dann wieder Basketball und American Football vorn. Die Weltmeisterschaft soll dem Wachstum des Fußballs nun einen gewaltigen Schub verleihen – ein erfolgreiches Turnier der US-Boys hätte dafür einen riesigen Wert.

WM 2026 - Training USA

Copyright: Maximilian Haupt/dpa

Der US-Kader hat keine Spieler, die zur absoluten Weltspitze zählen. (Archivfoto)

„Wir US-Spieler und Fans haben dieses Stigma auf der Welt, dass wir nicht wissen, wovon wir sprechen. Aber die Realität ist, dass es hier viel Liebe für Fußball gibt“, äußerte sich Torwart Matt Turner. Bislang ist offen, ob er oder Matt Freeman zum Auftakt im Tor stehen wird. Fest steht jedoch, dass es in jedem Fall ein Schlussmann aus der MLS sein wird. Das gab es bei einer Weltmeisterschaft noch nie und ist je nach Perspektive entweder ein Gütesiegel für die heimische Liga oder ein Alarmsignal. Es könnte ein Zeichen sein, dass das USMNT – das United States Men's National Team – auf einer Position schwächer besetzt ist, die historisch zu den Paraderollen der US-Nationalteams zählte. Früher hüteten Legenden wie Kasey Keller, Brad Friedel und Tim Howard das Tor, die allesamt Stammkräfte bei Clubs in der englischen Premier League und der Bundesliga waren.

Trainer Pochettino träumt vom Wunder

Nationalcoach Mauricio Pochettino, ein Argentinier, bleibt Realist bei der Einschätzung der individuellen Qualität seiner Akteure. Schon im Frühjahr meinte er, in seinem Team befinde sich kein Spieler aus den Top 100. Trotzdem ist der Glaube an ein Wunder im Fußball – und als nichts anderes wäre ein WM-Triumph im Finale am 18. Juli zu werten – vorhanden. „Warum nicht wir? Warum nicht wir? Warum nicht wir? Wir müssen wirklich daran glauben, dass wir da sein können. Wir müssen träumen“, so Pochettino.

USA - Deutschland

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Pochettino glaubt an ein erfolgreiches Turnier seiner Mannschaft. (Archivfoto)

Star-Akteur Christian Pulisic vom AC Mailand versucht, die ganzen Diskussionen von außen zu ignorieren. „Wir wollen das für uns. Wir wollen das für unser eigenes Land. Wir müssen niemandem anderen etwas beweisen“, erklärte der Angreifer. „Wir haben gute Spieler, sehr gute Spieler, in Topclubs auf der ganzen Welt. Wir haben eine gute Mannschaft und, yeah, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um uns das selbst zu beweisen.“

96 Jahre Warten: Die durchwachsene WM-Geschichte der USA

Die einzige Halbfinal-Teilnahme bei einer WM gelang beim Debüt im Jahr 1930, das Viertelfinale erreichte man 2002. In den Jahren 2010, 2014 und 2022 war jeweils in der Runde der letzten 16 Endstation. 2006 in Deutschland war bereits in der Vorrunde Schluss und 2018 scheiterte das Team gänzlich an der Qualifikation. Laut Pulisic hat sich die Mannschaft seit dem 1:3 im Achtelfinale 2022 gegen die Niederlande in Katar jedoch verbessert. In Gruppe D warten auf die USA nach dem Eröffnungsspiel gegen Paraguay noch die Gegner Australien und Türkei.

Dass es dabei eine Auswärtsspielatmosphäre gibt wie etwa bei vorherigen Duellen mit Kolumbien, Mexiko, Südkorea oder der Türkei in den USA, befürchtet zumindest der Ex-Schalker Weston McKennie nicht. „Amerikaner sind die Art Fans, die für die großen Events auftauchen, selbst, wenn sie Fußball nicht lieben.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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