DFB-Team vor WM-Start: Fokus auf Neuer und Sorgenkind Sané.
Zwei Stars im FokusVor dem WM-Auftakt: Was wird aus den Sorgenkindern Neuer & Sané?

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Der Bundestrainer ist froh über jeden Schattenplatz.
Manuel Neuer fliegt, Julian Nagelsmann schwitzt und Leroy Sané scherzt mit Jamal Musiala. Vor dem WM-Start gegen den Zwerg Curaçao zeigt sich das DFB-Team: eine explosive Mischung aus Anspannung und purer Lust auf den Titel. Jetzt geht's endlich rund!
«Ich glaube, jeder der Jungs, die da sind, hat das gleiche Ziel, und das ist: Weltmeister werden», erklärte Deniz Undav im Mannschaftsquartier in Winston-Salem, kurz bevor der Tross nach Texas aufbrach. Nach den desaströsen Auftaktpleiten 2018 gegen Mexiko (0:1) sowie 2022 gegen Japan (1:2), die in die peinlichsten deutschen WM-Auftritte mündeten, ist am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston ein überzeugender Sieg gegen die Nummer 82 der Welt alternativlos.
Trotzdem ist das Duell mit den Fußballern aus der Karibik eine wichtige Standortbestimmung für die WM. Auch eine Serie von neun gewonnenen Partien konnte nicht alle Unsicherheiten beim Bundestrainer aus dem Weg räumen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen dabei Rückkehrer-Torwart Neuer und Flügelspieler Sané, der für den verletzten Lennart Karl nachrückt und bei einem großen Turnier wieder einmal ganz genau unter die Lupe genommen wird.
Neuers Comeback: Ein riskantes Spiel für Nagelsmann?
Deniz Undav brachte die enorme Wirkung von Neuer auf den Punkt. «Wenn so ein Zwei-Meter-Torwart auf dich zuläuft, kannst du dich ein bisschen erschrecken», meinte der DFB-Angreifer. Präsenz, Routine und sein weltweites Ansehen – all diese Punkte sprachen für die Nominierung des 40-Jährigen und bedeuteten gleichzeitig die Herabstufung für Oliver Baumann.
Die fünfte WM-Teilnahme von Neuer ist eine deutliche Ansage, sowohl für das Team als auch für die Gegner. Nagelsmann hat nicht viele Spieler mit einer solchen Routine in seinem Aufgebot. Neuer ist sogar der einzige im Kader, der jemals in einem K.o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft stand. Insgesamt waren es sieben. Das letzte: der unvergessene Finalsieg 2014 über Argentinien.

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Manuel Neuer hat allen Kollegen im DFB-Kader etwas voraus.
Routine wiegt mehr als das Wagnis. Denn klar, es gibt ein Restrisiko, dass die Wade wieder zwickt. Oder dass die klimatischen Verhältnisse in Amerika für Neuers Körper zur Belastung werden. Und was passiert dann? Dann springt Baumann ein, der sein Können in 13 Länderspielen, unter anderem in den WM-Tests gegen Finnland (4:0) sowie die USA (2:1), nachgewiesen hat.
Der Keeper von Hoffenheim zeigt keinerlei Signale, dass ihn die Zurücksetzung mental beeinträchtigt oder er nicht für Topleistungen bereitstünde. Neuer selbst ist im Team wieder so angekommen, dass er bei kleineren Beschwerden auch eine Pause einlegen könnte. «Manu gibt Gas, Manu redet viel, auch abseits vom Platz. Er ist eine Respektfigur, mit dem kannst du viel reden», beschreibt Undav.
Sanés ewiges Versprechen: Gelingt ihm endlich der große Wurf?
Bislang waren Sané und die großen Fußballfeste keine Liebesbeziehung. 2016 galt er bei der EM als Nachwuchshoffnung für die kommenden Jahre. Völlig unerwartet wurde er 2018 von Joachim Löw kurz vor der Weltmeisterschaft aus dem Aufgebot gestrichen. Die Europameisterschaften 2021 und 2024 waren eine Enttäuschung. Auch die WM 2022 in Katar stand für ihn persönlich wegen einer Verletzung unter keinem guten Stern. Die Bilanz ist ein echter Schock: null Treffer in zwölf Turniereinsätzen.
Und ausgerechnet in Amerika soll nun alles anders werden? Die Pfiffe der eigenen Fans beim Länderspiel Ende März in Stuttgart gegen Ghana (2:1) sind noch im Ohr. Sané ist jetzt 30. Trotzdem sprechen viele weiterhin nur von seinem „Potenzial“. Das Bild des arroganten, genialen Lebemanns haftet ihm auch nach 76 Partien im Nationaltrikot an.

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Leroy Sané ist lange dabei und spielte bei großen Turnieren noch keine große Rolle.
Doch die Sicht von außen und die Wertschätzung innerhalb der Mannschaft gehen bei kaum einem Spieler so sehr auseinander. Unter den Teamkollegen genießt der Spaßmacher höchste Anerkennung. Auch Julian Nagelsmann steht zu ihm und fordert ihn mit Sprüchen heraus. Nach einer deutlichen Ansprache traf er doppelt beim entscheidenden 6:0 in der WM-Qualifikation. Beim letzten Härtetest gegen die USA markierte er den 2:1-Siegtreffer.
«Erinnere dich immer an die Momente zurück, was du auf dem Platz geleistet hast und was du zu leisten imstande bist», riet ihm der Bundestrainer in dem Video zu seiner Nominierung. Gegen Curaçao wird er voraussichtlich wieder für Karl in die erste Elf rücken. «Du wirst eine sehr gute WM spielen, weil du laufen kannst wie ein junges Reh», prognostizierte Nagelsmann. Für Sané wird es Zeit, dieses Vorschusslorbeeren zu bestätigen.
Macht die Affenhitze in Houston dem DFB-Team zu schaffen?
Ob Kühlwesten, Ventilatoren oder Wasser aus den Rasensprengern – jede Abkühlung ist im glühend heißen Sommer der USA ein Segen. Vor allem Julian Nagelsmann hat mit den Temperaturen zu kämpfen, wie er selbst einräumte. Beschweren ist aber tabu. «Natürlich ist es extrem heiß, aber das wussten wir auch schon vorher», erklärte Jonathan Tah. Der Verteidiger ergänzte: «Am schlechtesten geht man damit um, wenn man sich darüber beschwert».
In Houston dürfte die Hitze allerdings kein Problem darstellen. Das NRG Stadium, die Heimat des NFL-Clubs Texans, hat ein schließbares Dach, wodurch die Temperatur angenehm eingestellt wird. Die Vereinigten Staaten sind ja bekanntlich das Reich der Klimaanlagen. «Ich bin froh, dass das Stadion geschlossen ist, dann ist es nicht so heiß wie hier im Training», zeigte sich Undav erleichtert. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
