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„Vollkatastrophe“ beim DFBEffenberg fordert „Jugendkurs“ – mit Urbig und El Mala

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Effenberg fordert einen radikalen Schnitt beim DFB: Urbig ins Tor, Top-Talente wie Lennart Karl oder El Mala von der Leine lassen – so soll der Neustart funktionieren.

Was für eine „Vollkatastrophe“!

Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg (57) hat sich nach Deutschlands verbocktem WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay mit drastischen Worten hervorgetan.

Effenberg über DFB-Neustart: „Nagelsmann hat jetzt die Chance zu einem klaren Cut“

Doch blieb es in seiner Kolumne für das Nachrichtenportal „t-online“ nicht bei einer schonungslosen Analyse des peinlichen DFB-Debakels. Der 57-Jährige setzt vielmehr auf Aufbruch und fordert einen radikalen „Jugendkurs“ – mit Nagelsmann (38) als Bundestrainer!

Da ist zunächst das Tor. „Das Kapitel Manuel Neuer beim DFB sollte jetzt endgültig geschlossen sein“, schreibt Effenberg. Neuer hat nach dem Spiel im ARD-Intgerview bereits erklärt, kein Spiel mehr für den DFB absolviren zu wollen. Und auch Oliver Baumann mit 36 Jahren macht für ihn „langfristig keinen Sinn“.

Stattdessen solle Jonas Urbig (22) zur Nummer eins im DFB-Tor gemacht werden. Effenberg fordert den Bayern-Rückhalt und ehemaligen FC-Profi als sofortige Wachablösung im deutschen Kasten!

Noch deutlicher wird Effenberg in der Offensive. Hier hatte sich schon bei der Kader-Nominierung das große Missverständnis um Kölns Überflieger Said El Mala (19) abgespielt. Während Leroy Sané (30) von Nagelsmann in den WM-Kader berufen wurde, fehlte El Mala als einer der deutschen Top-Scorer der Fußball-Bundesliga.

Effenberg betont: „Nagelsmann hat jetzt die Chance zu einem klaren Cut. Acht Spieler im WM-Kader waren 30 Jahre oder älter, vier weitere werden dieses Jahr noch 30. Nagelsmann muss jetzt die jungen Spieler von der Leine lassen.“

Zudem müsse das Leistungsprinzip bei den Nominierungen beachtet werden. Das schreit nach El Mala! Der 19-Jährige vom 1. FC Köln schoss in dieser Saison 13 Bundesliga-Tore und bereitete fünf vor. Sané kam für Galatasaray Istanbul lediglich auf sieben Tore und fünf Vorlagen, wird im Januar 31 Jahre alt.

El Mala, den Effenberg neben Nathaniel Brown und Malick Thiaw als „Hoffnung“ beschreibt, verkörpert zudem exakt das, was der DFB-Elf beim WM-Auftritt fehlte: Unbekümmertheit. Talent. Explosivität im Eins-gegen-eins. Auch Bayerns Lennart Karl müsse laut Effenberg gesetzt sein, wenn er wieder gesund ist – „Punkt“.

Denn für Effenberg ist klar: „Wenn dieser Jugendkurs ab Ende September voll durchgezogen wird – dann werden auch die deutschen Fans voll dahinterstehen und auch mal eine Niederlage oder ein frühes Ausscheiden bei einem großen Turnier verzeihen.“

Katrin Müller-Hohenstein (rechts) wagte nach der Pleite gegen Paraguay personelle Planspiele mit ihren Experten. (Bild: ZDF)
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