Szenen vom dichten Gedränge in Mexiko-Stadt machen im Netz die Runde. Bereits Stunden vor dem Anpfiff war es kaum noch möglich, ins Zentrum zu gelangen.
WM-EröffnungChaotische Fan-Szenen in Mexiko-Stadt: „Hier sind Kinder!“

Copyright: Ashtin Barker/FR172364 AP/AP/dpa
Polizeikräfte bewachen eine Absperrung, während sich die Fans zum Fanfest-Bereich drängen, um das Spiel zu verfolgen.
Aktualisiert:
Vor der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft ist es in Mexiko-Stadt zu chaotischen Szenen gekommen!
Vor dem Anstoß der Auftaktpartie zwischen dem Co-Gastgeber und Südafrika am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) versuchten Tausende Fans, sich in die offizielle Fanzone auf dem Zócalo zu drängen. Dies berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.
Stadtbeamter in Mexiko-Stadt: „Hört auf, zu drängeln, hier sind Kinder!“
„Es kommt zu Gedränge unter den Fans, die versuchen, das Fanfest auf dem Zócalo in Mexiko-Stadt zu erreichen. Die Behörden bemühen sich, die Fans geordnet hineinzulassen“, hieß es demnach von Seiten der Behörden.
Szenen vom dichten Gedränge in der Stadt machten auch im Netz die Runde. Bereits Stunden vor dem Anpfiff war es demnach kaum noch möglich, überhaupt ins Zentrum zu gelangen.
Manche Bilder wirken dabei verstörend. „Hört auf, zu drängeln und zu schubsen, hier sind Kinder, ihr benehmt euch wie Tiere“, rief ein Stadtbeamter über ein Megafon in die Menge, um mögliche Unfälle zu verhindern.
Der Zugang zum Fanfest auf dem berühmten Marktplatz wurde durch Metallbarrieren behindert, die in den vergangenen Tagen wegen der Lehrerproteste aufgestellt worden waren.
Rund ums Aztekenstadion war es vor dem Eröffnungsspiel zunächst ruhig geblieben. Durch den Sperrbezirk rund um den Fußball-Tempel kamen nur wenige Autos nah an das Stadion. Im Umkreis von rund 1,6 Kilometern waren die Zufahrtsstraßen voll gesperrt. Mit großem Polizeiaufgebot sicherte die Stadt die Maßnahme ab.
Doch direkt vor Tor 8 des Aztekenstadions kam es noch während der Eröffnungsfeier zu Zusammenstößen zwischen teilweise vermummten jungen Demonstranten und der Polizei!
In Mexiko-Stadt gingen zudem radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform auf die Straße.
Angehörige von Vermissten forderten bei einem friedlichen Protestmarsch schnellere Ermittlungen und Gerechtigkeit für ihre Familienmitglieder. In Mexiko gelten rund 130.000 Menschen als vermisst, viele von ihnen dürften Opfer der organisierten Kriminalität geworden sein. (oke/sid/dpa)
