Klare Ansage von Klinsmann: Nur der WM-Titel zählt!
„Nur Weltmeister heißen“Klinsmann mit klarer Forderung an die deutsche Nationalelf

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Immer schön positiv: Jürgen Klinsmann spricht über die deutschen WM-Aussichten. (Archivbild)
Klare Ansage von Jürgen Klinsmann! Für den Ex-Teamchef zählt bei der WM nur der Titel. Alles andere hält er für eine Enttäuschung und erinnert an frühere Turniere.
„Wir haben die Verpflichtung, immer den WM-Titel ins Visier zu nehmen.“ Mit diesen Worten macht Jürgen Klinsmann (61) seine Forderung an die deutsche Nationalelf unmissverständlich klar. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ legte der Weltmeister von 1990 seine Erwartungen an das DFB-Team dar.
Für ihn ist es „der komplett falsche Ansatz“, wenn man sich über das Erreichen eines Viertel- oder Halbfinales freut. „Die Zielvorgabe kann bei Deutschland nur Weltmeister heißen.“ Schließlich tritt die Mannschaft als viermaliger Weltmeister bei dem Wettbewerb an.
Klinsmann „schockiert“ über Anspruch nach Heim-EM
Besonders die öffentliche Haltung bei der letzten Heim-EM hat ihn nachdenklich gemacht. „Ich war schockiert, als es hieß, die Europameisterschaft war ein Erfolg mit dem Aus im Viertelfinale“, so Klinsmann.
Er selbst denke dabei an die Weltmeisterschaften 1994 und 1998 zurück. Damals war für die deutsche Auswahl im Viertelfinale gegen Bulgarien (1994) und Kroatien (1998) Schluss. „Jeder hat gedacht, wir sind die Vollblinden.“
Nagelsmann bekräftigt Titel-Ansage
Mit seiner klaren Forderung befindet sich Klinsmann auf einer Wellenlänge mit dem aktuellen Bundestrainer. „Ja klar, die Aussage gilt. Es war ein entscheidendes Wort drin, ich habe gesagt, wir ‚wollen‘ Weltmeister werden“, bekräftigte Julian Nagelsmann (38) unlängst seine eigene Zielsetzung nach dem Ausscheiden bei der EM gegen Spanien.
Die Konkurrenz bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko ist mit 48 Teams so groß wie noch nie. Ein Umstand, den Klinsmann skeptisch sieht. „Ich habe die Sorge, dass es verwässert, weil zu viele Mannschaften da sind, die mit den Top-Mannschaften nicht mithalten können.“
Klinsmann offen für neuen Job als Nationaltrainer
Der frühere DFB-Kapitän wird das Turnier zunächst als TV-Fachmann für ESPN begleiten. Ab dem Achtelfinale übernimmt er für den Weltverband FIFA die Aufgabe des Technischen Beobachters. Ein Posten an der Seitenlinie ist für ihn aber weiterhin eine Option.
„Nach der WM vielleicht eine Nationalmannschaft zu finden, das wäre eine tolle Sache“, meinte der bei Los Angeles lebende Klinsmann. In letzter Zeit habe es „drei, vier Anfragen“ gegeben, „aber das wären Kompromisse gewesen, von denen ich nicht überzeugt war“.
Klinsmanns letzte Station war der Posten des Nationaltrainers für Südkorea, wo er im Februar 2024 nach einem Jahr im Amt freigestellt wurde. Er hatte das DFB-Team 2006 bei der Heim-WM zu Platz drei geführt. Seine Wahlheimat USA coachte er unter anderem während der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Zudem war er als Vereinstrainer für den FC Bayern und Hertha BSC tätig. (dpa/red)
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