Wehrles künftiger Klub Vorletzter 0:2 in Freiburg: VfB Stuttgart mit Riesenwut nach Elferklau

Stuttgarts Alexis Tibidi (l) in Aktion gegen Freiburgs Lukas Kübler (r).

Knifflige Duelle: Stuttgarts Alexis Tibidi gegen Freiburgs Lukas Kübler am 22. Januar 2022.

Der VfB Stuttgart rutscht nach dem 0:2 in Freiburg tief ins Schlammassel. Riesenwut gab es über einen nicht gegebenen Elfmeter.

Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) verlässt den 1. FC Köln im April. Er wird Vorstandsboss beim VfB Stuttgart. Was er am Samstag (22. Januar 2022) gesehen hat, dürfte ihm so gar nicht gefallen haben. Denn nach dem Bielefelder Sieg am Freitagabend rutschte sein zukünftiger Klub durch das 0:2 beim SC Freiburg so richtig tief ins Schlamassel. Und über eine Szene dürfte auch er sich besonders geärgert haben: Die Schwaben waren stinksauer über einen zurückgenommenen Elfmeter!

Es wirkt auch nicht so, dass es jemanden gibt, der bei den Schwaben weiß, wie man das Ruder herumreißen soll. Neben der mittlerweile bedenklichen Offensivschwäche kommt langsam auch das für einen Abstiegskandidaten fast schon symptomatische Pech dazu.

Schiri Tobias Stieler kassiert Elfmeter für Stuttgart wieder ein

Fast exemplarisch die Phase nach einer halben Stunde: Da dribbelte Alexis Tibidi in den Freiburger Strafraum, der 18-Jährige wurde am Fuß von Lukas Kübler getroffen, Schiri Tobias Stieler entschied auf Strafstoß, kassierte die Entscheidung nach Ansicht der TV-Bilder wieder ein. „Unfassbar“, motzte Stuttgarts „Diamantenauge“, Sportchef Sven Mislintat, auf der VfB-Bank.

Auch für Sky-Experte Didi Hamann war es eine fragwürdige Entscheidung, auch wenn es in der Zeitlupe ein bisschen nach Einfädeln aussah: „Der Freiburger Abwehrspieler macht einen Schritt in Richtung des Stürmers, der wird am Fuß getroffen. Für mich ist das ein Elfmeter.“ Kübler sah es anders, erklärte Tibidi auf dem Platz: „Du hast mich getroffen.“

Schiedsrichter Tobias Stieler schaut sich den Videobeweis an und entscheidet auf keinen Elfmeter.

Schiri Tobias Stieler trifft am 22. Januar 2022 folgenschwere Entscheidung gegen den VfB Stuttgart.

VfB-Sportchef Sven Mislintat: „Irrsinn, diesen Elfmeter zurückzunehmen.“

Mislintat schäumte nach der Partie: „Jeder Spieler hat den Kontakt gehört. Wir brauchen da nicht nochmal hinschauen. Klarer Kontakt, der Spieler kommt zu Fall, keine klare Fehlentscheidung. Den zurückzunehmen, ist Irrsinn. Das würde es nie geben bei Mannschaften mit einer anderen Reputation.“ Selbst Freiburgs Spieler Nicolas Höfler verstand nicht, warum es da keinen Elfmeter gab: „Wenn ich die Bilder sehe, hätte ich mich jetzt nicht beschwert. Und dann wird es für uns sehr schwer, zurückzukommen.“

Richtig bitter aber war für den Aufsteiger von 2020, dass beinahe im Gegenzug dann die Führung der Freiburger fiel – durch ein Eigentor von Ito. „Das war klar“, platzte Mislintat der Kragen und er klatschte hämisch Beifall in Richtung des Referees, der zur Pause mit Oberschenkelproblemen in die Rolle des Vierten Offiziellen wechselte, Christian Dingert übernahm für ihn.

Nächster FC-Gegner SC Freiburg auf Europa-League-Kurs

In der Nachspielzeit feierte Christian Streich schon vor Abpfiff den nun sicheren Sieg im 40. Baden-Württemberg-Derby. Das Freiburg-Hoch hält weiter an, der SC bleibt nach zwei Remis zum Start wieder einen Sieg geschafft, ist für den Moment Fünfter und nach der Pause Gegner von Steffen Baumgart und seinem 1. FC Köln im Rhein-Energie-Stadion.

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Der VfB dagegen wird wohl bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt kämpfen müssen. Und da geht es für die Schwaben ebenfalls nach Müngersdorf, zu Alexander Wehrles dann Ex-Klub 1. FC Köln.

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