Riesen-Chance für die erste Bundesliga-Trainerin! Eine Pionierin glaubt fest an sie, aber der Vereins-Chef hat schon andere Pläne.
Klares Boss-WortUnion-Präsident schließt Dauerlösung für Bundesliga-Trainerin aus

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Sabrina Wittmann hält viel von Marie-Louise Eta. (Archivbild)
Sabrina Wittmann (34) ist überzeugt, dass ihre Kollegin Marie-Louise Eta (34) den Trainerposten bei Union Berlin auch permanent besetzen kann. Wittmann, die als erste Frau ein Männer-Profiteam im deutschen Fußball leitet, äußerte sich hoffnungsvoll. „Wenn die Verantwortlichen sehen, dass es funktioniert, und ich glaube, das wird es auch, dann hoffe ich, dass es so bleibt“, meinte die Trainerin, die seit Mai 2024 für den Drittligisten FC Ingolstadt zuständig ist. Sie fügte hinzu: „Ich traue ihr es auf jeden Fall zu.“
Für Eta wird es am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ernst: Gegen den VfL Wolfsburg gibt sie ihr Debüt – als erste Cheftrainerin überhaupt in der Männer-Bundesliga. Sie war zur Profimannschaft der Eisernen aufgerückt, nachdem der Posten durch die Trennung von Steffen Baumgart frei wurde. Zuvor coachte sie das U19-Team.
Wittmann schwärmt: „Louie ist einfach richtig gut“
Wittmann und Eta verbindet eine langjährige, gute Bekanntschaft. „Louie ist mit ihrer Art und Weise jemand, der nicht laut ist, sondern einfach macht. Das freut mich nochmal mehr, dass sie die Chance bekommt, aber nicht, weil sie unbedingt die erste Frau sein wollte, sondern einfach richtig gut ist“, äußerte sich Wittmann. „Louie ist extrem klar und sieht sich sehr als Dienstleisterin, sie braucht das große Rampenlicht nicht.“

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Marie-Louise Eta schreibt im deutschen Fußball Geschichte. (Archivbild)
Wittmann lobt den Schritt von Union Berlin, Eta für die nächsten Wochen das Vertrauen zu schenken. „Ich freue mich, dass es noch einen weiteren Club in Deutschland gibt, der nicht auf das Geschlecht schaut, sondern sagt, wir haben Qualität und deshalb setzen wir sie dahin“, teilte sie mit.
Doch der Union-Präsident zieht die Bremse
Allerdings erhält die aufkommende Begeisterung einen deutlichen Dämpfer. Laut dpa erteilte Union-Präsident Dirk Zingler einem dauerhaften Engagement von Eta als Cheftrainerin der Männermannschaft eine klare Absage. „Marie-Louise Eta wird für fünf Spiele hier verantwortlich sein und danach wird sie die Frauen übernehmen“, zitierte der TV-Sender Sky den Vereinschef.
Zingler war der Meinung, dass man mit der Debatte um eine Verlängerung niemandem einen Dienst erweise. Eine spezielle Diskussion möchte er von vornherein vermeiden: „Wenn sie richtig gut ist, dann bleibt sie bei den Männern, wenn sie nicht so gut ist, geht sie zu den Frauen: Diese Diskussion führe ich gar nicht.“ (red)
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