Berlin zieht am FC vorbei Union nach Gala Sechster – Freiburg verspielt gute CL-Chancen

Union Berlin jubelt beim SC Freiburg, der seine guten Aussichten auf die Champions League verspielt.

Union Berlin jubelt beim SC Freiburg, der am Samstag (7. Mai 2022) seine guten Aussichten auf die Champions League verspielt.

Riesen-Ausrufezeichen von Union Berlin im Rennen um den Europapokal: Bei CL-Aspirant SC Freiburg siegten die Eisernen nach furioser erster Halbzeit 4:1 und zogen in der Tabelle am 1. FC Köln vorbei.

Eiserner Auswärts-Auftritt von Union Berlin bei CL-Aspirant SC Freiburg. Die Hauptstädter ließen den Gastgebern im Europa-Duell am Samstag (7. Mai 2022) keine Chance und haben durch den 4:1-Sieg jetzt die Teilnahme an der Europa League in der eigenen Hand.

In die Liste der Verlierer reihen sich nicht nur die im Rennen um die Königsklasse düpierten Freiburger ein, die für die Königsklasse nun auf einen Patzer von RB Leipzig hoffen müssen. Auch den 1. FC Köln traf der dritte Berliner Auswärts-Erfolg in Serie ins Mark: Union überholte den FC in der Tabelle und schickte das Team von Trainer Steffen Baumgart (50) auf Conference-League-Platz sieben.

Union Berlin düpiert SC Freiburg und überholt 1. FC Köln

Trotz Personal-Sorgen kurz vor Anpfiff spielte Union den SC Freiburg schon vor der Pause an die Wand, führte nach Treffern von Grischa Prömel (11.), Christopher Trimmel (30.) und Sheraldo Becker (41.) bereits zur Pause mit 3:0 im Breisgau. Den Schlusspunkt setzte András Schäfer in der Schlussminute.

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Auf die schallende Euro-Ansage der Hauptstädter fand der SC von Trainer Christian Streich (56) lange keine Antwort. Dabei hatte der erfahrene Coach noch gewarnt: Der Spielstil von Union sei zwar bekannt, aber „sie spielen es sehr, sehr gut, das ist das Problem“, betonte der SC-Coach: „Du hast immer nur kurz Zeit, dein Spiel fortzusetzen. Das macht es extrem schwierig.“ Genau das bestätigte sich in den 45 Minuten.

Christian Streich brüllt nach einem Tor für Union Berlin und sieht von Schiri Felix Brych Gelb wegen Meckerns.

Christian Streich tobte im Spiel des SC Freiburg gegen Union Berlin nicht nur über den Auftritt seines Teams, sondern hatte auch mit Schiri Felix Brych ein Hühnchen zu rupfen.

Immerhin reagierte seine Mannschaft nach der Pause, doch das Tor zum zwischenzeitlichen 1:3 von Lucas Höler nach einer Stunde Spielzeit war bereits der Gipfel des Freiburger Aufbäumens. Union verteidigte wie von Streich befürchtet, dessen Team rannte ohne allzu viele Ideen an.

So brachte das Team von Gäste-Coach Urs Fischer (56) die drei Punkte souverän über die Ziellinie, hat mindestens Platz sieben bereits sicher. Den aktuell eroberten sechsten Rang will Union kommende Woche Samstag (14. Mai) zu Hause gegen den VfL Bochum verteidigen.

Union Berlin: Kurzfristiger Ausfall bei Freiburg-Gastspiel

Dabei war die Ausgangslage alles andere als vielversprechend. Denn beim Anschwitzen am Morgen war klar: Dominique Heintz (28) erst im Winter aus Freiburg in die Hauptstadt gewechselt, würde für das Spiel beim Ex-Verein mit Problemen am Sprunggelenk angeschlagen ausfallen.

Heintz war eigentlich als Ersatz für Stamm-Verteidiger Timo Baumgartl (25) vorgesehen. Seine nachträgliche Verabschiedung unter tosendem Applaus des Freiburger Publikums erlebte Heintz daher im Trainingsanzug statt im Trikot von Union Berlin. Praktisch zeitgleich spitzte sich die Personallage der Gäste dann sogar noch weiter zu.

Beim Aufwärmen ging es plötzlich bei Stammkeeper Frederik Rönnow (29) nicht mehr weiter, der sich zwar noch an der Leiste behandeln ließ, dann aber Platz für Vertreter Andreas Luthe (35) machen musste. Der Routinier hatte seinen Posten am 28. Spieltag gegen den formstarken Dänen verloren, mit dem Union im Europa-Endspurt zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten holte. Doch die breite Brust wurde auch nach dem Torwartwechsel nicht schmaler.

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