Der SV Sandhausen und Olaf Janßen gehen getrennte Wege. Beide Seiten einigten sich auf eine Vertragsauflösung des Trainers.
„Mutige Entscheidung“Umbruch gescheitert: Trainer-Aus für Olaf Janßen

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Olaf Janßen muss beim SV Sandhausen seinen Posten vorzeitig räumen.
Eine überraschende Nachricht sorgt in der Regionalliga Südwest für Aufsehen: Der SV Sandhausen und sein Chefcoach Olaf Janßen haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Das machte der Viertligist in einer umfangreichen Erklärung öffentlich. Ebenfalls den Verein verlassen wird Co-Trainer Dominik Idel-Peters.
Für den Rest der Spielzeit ist die Trainerfrage schon beantwortet. Die Verantwortung übernimmt interimsmäßig Kevin Stotz, der bislang das Nachwuchsleistungszentrum leitete. Ihm zur Seite steht Benjamin Sachs, der die Übungseinheiten mitgestaltet, wie der „Mannheimer Morgen“ berichtet.
Janßen über das Aus: „Mutige und richtige Entscheidung“
Der Verein zitiert Janßen: „Im vergangenen Sommer bin ich den Schritt zum SVS ganz bewusst gegangen und mit großer Vorfreude gestartet. Gleichzeitig wusste ich, dass ein herausforderndes Projekt vor uns liegt.“
Janßen hatte zuvor nach viereinhalb Jahren bei Viktoria Köln seinen Vertrag nicht verlängert. In Sandhausen erwartete ihn ein kompletter Neuanfang nach dem Drittliga-Abstieg, eine vollständig neue Mannschaft war formiert worden.
Insbesondere nach dem Aufwärtstrend gegen Ende des Jahres 2025 sei bei ihm der Eindruck entstanden, „wieder in der Spur zu sein“. Die Situation änderte sich jedoch nach der Winterpause.
„Mit dem Start in die Rückrunde, der Niederlage gegen Astoria Walldorf sowie den darauffolgenden Ergebnissen und Leistungen durften wir die Augen vor der Entwicklung nicht verschließen“, formuliert Janßen unmissverständlich.
Obwohl es vertrauensvolle Dialoge gab, sei ein Moment erreicht worden, an dem eine Fortsetzung unmöglich war. „Es ist sehr schmerzhaft, dieses Projekt als Cheftrainer loszulassen. Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass es eine mutige und vor allem die richtige Entscheidung ist, die wir gemeinsam getroffen haben.“
Sportdirektor Anthony Loviso sagte über die Trennung: „Dass wir nach einer langen Phase mit großer Hoffnung auf einen Aufwärtstrend, nach vielen intensiven Gesprächen und Anpassungen heute an diesem Punkt stehen, bedauern wir außerordentlich.“
Die Aufgabe übernimmt mit Kevin Stotz ein Fachmann, der schon reichlich Expertise im In- und Ausland vorweisen kann. Unter Felix Magath agierte er als Assistenztrainer in China, war für den FC Bayern München im Einsatz und hatte bei Daytona Rush in den USA eine Anstellung. Danach folgten Engagements als Co-Trainer für den SV Waldhof Mannheim und als Chefcoach beim FK Pirmasens.
Schon am Samstag um 14 Uhr wird das frische Trainergespann gegen den Tabellenzweiten aus Großaspach sein Debüt auf der Bank geben. Durch diese Übergangslösung gewinnt der Klub wertvolle Zeit, um die Suche nach einem neuen Cheftrainer sorgfältig voranzutreiben. (red)
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