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Bis Sommer bei Viktoria Köln6-Millionen-Mann spielt jetzt unter Mourinho

Sidny Cabral spricht mit José Mourinho.

Sidny Cabral arbeitet bei Benfica Lissabon ab sofort mit José Mourinho zusammen.

Aktualisiert

Bei Viktoria Köln haben gleich mehrere Talente eine eindrucksvolle Entwicklung genommen. Die war auch nach dem Abgang aus Höhenberg noch längst nicht beendet.

Der 1. FC Köln ist sportlich die klare Nummer eins der Stadt, doch auf der anderen Rheinseite arbeitet Viktoria Köln immer erfolgreicher am Image als vielversprechende Talentschmiede. Inzwischen geht dieser gute Ruf auch weit über die Stadtgrenzen hinaus.

In Höhenberg holte sich Said El Mala (19) den Feinschliff für die Bundesliga, vor wenigen Tagen wechselte Sturm-Talent Noah Ringbeck (17) in die 2. Liga zum SC Paderborn. Und dann wäre da noch der kometenhafte Aufstieg von Sidny Cabral (23).

Sidny Cabral hat für diese Saison noch zwei Träume offen

Im Januar 2024 holte Viktoria den in Rotterdam geborenen Außenverteidiger aus der Regionalliga Nordost von Rot-Weiß Erfurt. Eine Etage höher wurde der heutige Nationalspieler der Kapverden umgehend zur Stammkraft. Und Cabral überzeugte auch im Folgejahr in seiner ersten kompletten Drittliga-Saison.

Im vergangenen Sommer dann der nächste Schritt, allerdings durchaus überraschend: Die Scouts von Estrela Amadora hatten in der 3. Liga offenbar ganz genau hingeschaut und holten Cabral ablösefrei in die erste portugiesische Liga.

Eine Herausforderung, die Cabral mühelos meisterte: In seinen ersten 15 Spielen war er an beeindruckenden acht Toren direkt beteiligt, erzielte fünf Treffer und legte drei weitere auf. So endete seine Zeit vor den Toren der Hauptstadt schon nach einem halben Jahr wieder – Benfica Lissabon schlug für eine Ablöse von 6 Millionen Euro zu.

Bis zum Sommer wurde Cabral noch von Viktoria-Legende Olaf Janßen (59) trainiert, ab sofort hört er auf die Kommandos von Star-Coach José Mourinho (62). Der ließ ihn am 3. Januar 2026, schon zwei Tage nach der Verpflichtung, umgehend in der Liga debütieren.

An die gestiegenen Ansprüche hat sich Cabral direkt gewöhnt, bei seiner Vorstellung kündigte er vollmundig an: „Ich will Titel gewinnen!“ Mourinho lobte seinen Neuzugang: „Er ist ein ruhiger Junge, der glücklich ist, hier zu sein. Er wird sich sehr schnell eingewöhnen.“

Den Worten ließ der frühere Kölner direkt Taten folgen, lieferte die Flanke zum 3:1-Endstand beim Sieg gegen Estoril Praia. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“, war Cabral nach seiner Traum-Premiere regelrecht sprachlos: „Ich bin glücklich, sehr glücklich.“

Zwei Karriere-Träume könnten sich für Cabral in einer ohnehin schon traumhaften Saison noch erfüllen: Schafft es Benfica in die K.o.-Runde der Champions League, winken erste Auftritte auf internationaler Bühne. Im Sommer wartet mit Kap Verde dann die Weltmeisterschaft, für die sich der Inselstaat zum ersten Mal in seiner Geschichte qualifiziert hat.