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Aufsehen um WM-FotosSkandal-Politikerin: „Soll ich meine Brüste abnehmen?“

Bei den WM-Feierlichkeiten in Mexiko mischte auch die Politikerin Sandra Cuevas mit.

Copyright: TikTok/sandracuevas_

Die mexikanische Politikerin Sandra Cuevas bei WM-Feierlichkeiten in Mexiko.

Eigentlich wollte Politikerin Sandra Cuevas nur die Erfolge der mexikanischen Nationalmannschaft bei der WM 2026 feiern, dann entzündete sich jedoch viel Kritik an ihrem Outfit.

In Mexiko steckte Politikerin Sandra Cuevas (40) schon so manches Mal in Schwierigkeiten, doch bei der WM 2026 rückt die frühere Bürgermeisterin des Hauptstadt-Bezirks Cuauhtémoc dieses Mal nur wegen ihres Aussehens in die Schlagzeilen.

Cuevas feiert die Erfolge der mexikanischen Auswahl bei der Heim-Weltmeisterschaft gemeinsam mit den gewaltigen Fan-Massen inmitten der Straßen von Mexiko-Stadt. Fotos und Videos von ihr sorgten anschließend für großes Aufsehen, weil in den sozialen Medien etliche Leute über ihr Outfit lästerten und auf die Politikerin losgingen.

Sandra Cuevas wurde zeitweise ihres Amtes enthoben

Während die allermeisten Fans um sie herum auf der Prachtmeile Reforma im Herzen der Stadt die grünen Nationaltrikots trugen, hatte sich Cuevas für ein extrem tief ausgeschnittenes Top entschieden, trug das Jersey von „El Tri“ lediglich um die Hüfte gebunden.

Auch diese Kleiderwahl kein Problem – sollte man meinen. Und vor Ort baten dann auch etliche Personen um ein gemeinsames Foto. Doch Cuevas wurde auch in zahlreichen Beiträgen bei Social Media kritisiert. Tenor: Sie habe sich deutlich zu freizügig gezeigt und müsse sich als Politikerin deutlich seriöser in der Öffentlichkeit präsentieren.

Über die Vergleiche zur Rolle der „Chiquitibum“ – einer lasziven Werbefigur für eine heimische Biermarke, die rund um die WM 1986 in Mexiko für Aufsehen sorgte – konnte Cuevas dagegen selbst lachen.

In einer Medienrunde verteidigte sie sich dennoch für ihren Auftritt am Fuße der Prachtstatue Ángel de la Independencia, wo sich die Fan-Massen zum Jubeln versammelt hatten. „Leute, was soll ich machen? Soll ich mir die Brüste etwa bei jedem Event abnehmen? Sie sind nun mal wie sie sind“, sagte sie gegenüber zahlreichen Reportern.

Von der Kritik wolle sie sich nicht beeindrucken lassen: „Ich nehme das nicht als Angriff auf. Es gibt Leute, die sich despektierlich äußern, aber sie sollten es nicht zu ernst nehmen. So sind wir Mexikaner nun mal, wir können über alles lachen.“

Die negativen Reaktionen konnte Cuevas wohl auch deshalb so locker abschütteln, weil sie schon mit ganz anderen Vorwürfen konfrontiert war. In Mexiko gilt sie als Skandal-Politikerin, der mehrfach Kontakte zum organisierten Verbrechen nachgesagt wurden. Zahlreiche ihr nahestehende Personen wurden in der Vergangenheit verhaftet.

Zudem wurde sie in ihrer Zeit als Bürgermeisterin kurzzeitig ihres Amtes enthoben, als die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Machtmissbrauchs und Diskriminierung gegen sie erhob.

Zwei Polizisten warfen ihr unter anderem vor, sie körperlich angegriffen zu haben. Nachdem sie sich mit den Klägern außergerichtlich einigte, konnte sie ihren Dienst eine Woche später wieder aufnehmen. (bc)

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