Die Nationalmannschaftskarriere von Manuel Neuer dürfte nach der WM zu Ende sein. Über seinen Nachfolger hat eine TV-Expertin eine klare Meinung.
„Braucht noch ein paar Störfeuer“Neue deutsche Nummer eins? TV-Expertin legt sich fest

Manuel Neuer spielt mit großer Wahrscheinlichkeit sein letztes Turnier im DFB-Trikot – auch wenn er sich vor dem zweiten Gruppenspiel zumindest noch ein kleines Hintertürchen offengelassen hat. Wer wird die Torwart-Legende beerben? Die frühere Nationalspielerin Julia Simic hat dazu eine klare Meinung.
In der Sport1-Sendung „WM Aktuell“ machte Simic, die regelmäßig als Expertin im TV zu sehen ist, deutlich, dass für sie Jonas Urbig der kommende Nationaltorhüter ist. Der beim 1. FC Köln ausgebildete Euskirchener schnuppert derzeit erste WM-Luft, ist als Trainingstorwart mit dem DFB-Team mit nach Nordamerika gereist.
TV-Expertin bezeichnet Jonas Urbig als Neuer-Klon
Beim FC Bayern ist er die Nummer zwei hinter Neuer und hat diesen schon oft vertreten. „Für mich ist er wie so ein kleiner Neuer-Klon“, sagte Simic. „Und gar nicht so klein, denn ich halte sehr, sehr viel von ihm.“
Sie glaube, „dass Urbig sehr schnell dahin kommen kann und er diese Fußstapfen, die Manuel Neuer irgendwann bei Bayern hinterlassen wird, und auch schnell in der Nationalmannschaft, am ehesten ausfüllen kann“.
Bis dahin hat der junge Keeper aus ihrer Sicht aber noch ein paar Schritte zu gehen. Von der Persönlichkeit sei Urbig noch nicht auf dem Niveau von Neuer, sagte Simic. Sie erinnerte an einen wichtigen Entwicklungsschritt beim ehemaligen Schalker, der einst unter vielen Nebengeräuschen zum FC Bayern gewechselt war und mit Anfeindungen konfrontiert wurde.
„Als er damals nach Bayern kam, gab es viel Gegenwind, nicht nur Rückenwind. Da hing ja, glaube ich, auch mal eine Puppe von der Brücke und so weiter. Da gab es ein paar Geschichten, das musst du auch erstmal überstehen und daran wächst du ja auch“, so Simic.

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Julia Simic hat eine klare Meinung zur kommenden Nummer eins im deutschen Tor.
Aus ihrer Sicht könnte der ein oder andere Stolperstein auch Urbig guttun: „Ich glaube, ihm müssen auch noch ein paar Störfeuer vor die Füße fallen, ein paar Hürden, die er überspringen muss, damit er auch wächst, auch persönlich wächst.“
Dann sieht sie eine rosige Zukunft für den ehemaligen Kölner: „Natürlich ist er noch nicht die Persönlichkeit, die Manuel Neuer heute ist, aber ich sehe das Potenzial, dass er da hinkommen kann und dementsprechend auch eine sehr, sehr große deutsche Torwarthoffnung ist.“
