In Mexiko eskaliert die Gewalt, doch die Tennis-Stars um Alexander Zverev sollen trotzdem spielen. Ein Kommentator schlägt Alarm.
„Holt alle da raus“Kommentator flieht aus Mexiko – was passiert mit Zverev?

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Alexander Zverev soll am Mittwoch erstmals in Acapulco aufschlagen.
Aktualisiert
In Mexiko ist das Chaos ausgebrochen. Nach dem Tod eines Drogenbosses eskaliert die Gewalt. Und doch soll Tennis-Star Alexander Zverev hier in den kommenden Tagen spielen.
Denn das ATP-Turnier in Acapulco soll trotz der Eskalation der Gewalt in weiten Teilen Mexikos wie geplant stattfinden. Das teilten die Organisatoren des Events in der Stadt an der Pazifikküste in den sozialen Netzwerken mit.
Trotz Unruhen: Turnier soll stattfinden – auch Zverev im Einsatz
„Wir stehen in ständiger Koordination und Kommunikation mit den Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden“, hieß es in der Mitteilung des Veranstalters. Ziel sei es, die „Einhaltung der festgelegten Sicherheitsprotokolle“ zu gewährleisten.
Deutschlands Topspieler Zverev soll am Mittwoch erstmals bei dem Turnier aufschlagen. Als zweiter Deutscher hat Daniel Altmaier für das Turnier gemeldet.
Nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee, die am Sonntag verkündet worden war, haben mutmaßliche Bandenmitglieder in weiten Teilen des Landes eine Welle der Gewalt ausgelöst. In einem Großteil der 32 Bundesstaaten kam es seither zu Ausschreitungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens.
Das Auswärtige Amt rät „dringend“ von Reisen in bestimmte Regionen des Landes ab. Zu diesen zählt auch Guerrero, der Bundesstaat, in dem Acapulco liegt. Die Qualifikation für das Tennisturnier läuft bereits seit Sonntag, ab Dienstag startet das Hauptfeld.
Der US-amerikanische Tennis-Kommentator Brett Haber hat das Land bereits verlassen, wie er in einem X-Post schrieb. „Habe Mexiko gerade verlassen. Das Polizeiaufkommen am Flughafen war der Wahnsinn.“
Er forderte eine Absage des Turniers in Acapulco und des parallel stattfindenden Damenturniers in Merida. „Ein höflicher Vorschlag an ATP und WTA – und an Larry Ellison: Schickt ein Flugzeug nach Acapulco und Merida und holt alle da raus. Packt sie für eine zusätzliche Woche nach Indian Wells, um dort zu trainieren und in Sicherheit zu sein. Das ist keine Übung.“
Tech-Milliardär Larry Ellison ist der Besitzer des Turniers in Indian Wells in der kalifornischen Wüste. Das erste Masters des Jahres beginnt am 4. März. (are/sid)

