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„Nichts zu lamentieren“Rudi Völler wischt alle WM-Sorgen um Hotel und Rasen beiseite

Rudi Völler

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Rudi Völler sieht keinen Grund zur Sorge bei zwei schwierigen WM-Themen.

Quartier, Rasen? Völler lässt keine Ausreden gelten.

Rudi Völler (66) ist da – und schon muss der DFB-Sportdirektor ran! Kaum im WM-Stützpunkt in Winston-Salem gelandet, wurde er direkt mit den heiklen Fragen konfrontiert. Auf der Agenda: die Güte der Unterkunft, die Angst vor dem Kabinenfieber und der Zustand des Trainingsgrüns.

Von Luxus-Bude bis Spuk-Villa – über das deutsche Quartier The Graylyn Estate wurde bereits heftig diskutiert. Und dann die ewige Turnier-Angst: Fällt den Stars in der Einsamkeit von North Carolina bald die Decke auf den Kopf? Aber Völler macht mit den Bedenken kurzen Prozess. „Ich habe schon vor einigen Monaten gesagt, das ist jetzt kein Luxusresort, aber es ist total angenehm. Wir sind unter uns“, erklärte der 66-Jährige. Für die Kicker sei „einiges gemacht, dass sie sich auch dann zwischen den Trainingszeiten beschäftigen können“.

Völler macht klare Ansage: Keine faulen Ausreden!

Ein riesiger Pluspunkt, den auch Bundestrainer Julian Nagelsmann betont: Die Distanzen zwischen Unterkunft und Übungsfeld sind minimal. Falls die Weltmeisterschaft für die deutsche Auswahl zur Pleite wird, lässt Völler keine faulen Vorwände gelten. „Also es wird, egal, wie weit es geht, niemals eine Entschuldigung sein, dass vielleicht das Trainingsgelände oder das Trainingszentrum nicht gut genug waren“, machte er deutlich.

Rasen im DFB-Trainingsstadion

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der Rasen in den USA hat eine andere Beschaffenheit als auf europäischen Fußball-Plätzen.

Die komplette Diskussion über ein mögliches Kabinenfieber ist für Völler sowieso von gestern. Er macht seit 1986 seine fünfte Weltmeisterschaft als Spieler, Trainer oder Sportdirektor mit und weiß Bescheid. Der größte Unterschied zu seiner aktiven Karriere? „Wir hatten damals kein Internet. Wir hatten keine Handys. Es gab auch kein deutsches Fernsehprogramm. Das war früher komplizierter, glauben Sie mir“, führte Völler aus. „Also Lagerkoller, wie wir es früher mal kennen, das gibt's heute überhaupt nicht mehr.“

Spitze gegen Kult-Camp Malente

Er packt eine Anekdote über das frühere DFB-Lager in Malente aus, in dem sich die 74er-Weltmeister quälten. Ein Schwimmbecken? Fehlanzeige. Sein knallhartes Urteil über die Einrichtung im Norden: „Selbst wenn da ein Pool gewesen wäre, muss man nicht noch mal hin.“

Bereits die erste Übungseinheit der Nationalelf auf dem Feld der Wake Forest University hinterließ sichtbare Schäden am Rasen. Prompt keimte die Befürchtung auf, das besondere Grün könnte zum Turnier-Hindernis werden, da es anders als europäische Sorten ist. Schon bei der Klub-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr gab es in den USA Diskussionen über die Spielfelder.

Völler gibt Entwarnung beim Rasen

Doch Völler bleibt gelassen und sieht keinen Anlass zur Panik. „Ja, man braucht Wasser. Das ist bei diesen Temperaturen dann schon nicht nur zum Trinken, sondern auch auf dem Platz“, erklärte er. Die Platzwarte an der Uni würden einen Top-Job machen. „Die Leute hier geben sich unglaubliche Mühe“, lobte Völler.

Fußball-Weltmeisterschaft - Winston-Salem

Copyright: Jan Woitas/dpa

Über das deutsche WM-Hotel wird schon jetzt viel diskutiert.

Bei den Turnierpartien müssen sich die deutschen Kicker sowieso auf vergleichbare Verhältnisse mit einem eher festen Boden einstellen. „Natürlich kann es ruhig auch manchmal ein bisschen härter sein. Es kann auch mal ein bisschen trockener sein. Das wird dann in den Stadien auch ähnlich sein“, so Völler. Es gebe „nichts zu lamentieren“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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