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Sandro Wagner bedientNord-Derby lange unterbrochen – Feuerwehr muss löschen

Feuer im Gästeblock beim Niedersachsen-Derby in Braunschweig.

Copyright: IMAGO/STEINSIEK.CH

Feuer im Gästeblock beim Niedersachsen-Derby in Braunschweig.

Aktualisiert:

In der Nachspielzeit kommt es beim Nord-Derby zu Krawallen. Minutenlang geht es nicht weiter.

Eskalation kurz vor dem Ende: Beim Zweitliga-Nordderby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 läuft bereits die Nachspielzeit, als der Schiedsrichter Tobias Reichel das Spiel minutenlang unterbrechen muss.

Der Grund: Randale auf den Tribünen. Aus dem Gästeblock fliegt Pyrotechnik in den Innenraum, Stühle werden herausgerissen. Zudem muss die Feuerwehr löschen. Auch, weil offenbar ein Banner der Braunschweig-Fans abgefackelt wird, wie Sky-Kommentator Frank Buschmann schildert.

Sandro Wagner: Trainer-Effekt bleibt aus

Ein Rettungswagen fährt vor. Womöglich gibt es also Verletzte. Hannover-Trainer Sandro Wagner ist an der Seitenlinie sichtlich bedient. Sky-Experte Fabian Klos: „Es ist katastrophal. Mittlerweile passiert das gefühlt bei jedem Derby. Eine Mannschaft liegt hinten und die Fans eskalieren.“

Erst nach etwa zehn Minuten wird das Spiel fortgesetzt. Es scheint zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden. Braunschweig führt 2:0, in der Nachspielzeit sind nur noch drei Minuten angezeigt. Es bleibt dabei.

Max Marie (17.) und Yann Sturm (90.+2) haben zuvor für die Eintracht getroffen, die dank des Prestigeerfolgs auf Rang zehn springt. Von den vergangenen zwölf Derbys hatten die Braunschweiger zuvor lediglich zwei gewonnen.

Hannover, in der vergangenen Saison noch knapp am Aufstieg vorbeigeschrammt, ist die Verunsicherung von Beginn an anzusehen. Dabei hatte Wagner, der seit September als 96-Coach im Amt ist, vor der Partie versichert, „alle“ im Team seien bereit für das Derby. Bei Maries Treffer sieht Torhüter Leo Weinkauf überhaupt nicht gut aus – er lässt einen eigentlich ungefährlichen Ball vor die Füße des gegnerischen Angreifers prallen.

In der zweiten Hälfte fängt sich Hannover. Kapitän Stefan Teitur Thordarson hat gleich mehrere Gelegenheiten, doch Eintracht-Keeper Ron-Thorben Hoffmann ist auf dem Posten. In der 66. Minute muss der Torwart jedoch nach einem heftigen Kopftreffer verletzt das Feld verlassen.

Hannover fällt mit nur zwei Siegen aus neun Spielen auf Relegationsrang 16 der 2. Bundesliga zurück. Wagner wartet nach drei Partien weiter auf den erlösenden ersten Sieg als neuer Trainer. (are/sid)