Hannovers neuer Trainer Wagner gibt sich nach seinem Aus in Augsburg auffallend zurückhaltend. Bei einer Reporterfrage kommt er dann doch aus sich raus und macht eines sehr deutlich.
Bei Demuts-AuftrittDiese Frage bringt Wagner „aus dem Konzept“

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96-Coach Sandro Wagner steht vor seinem ersten Pflichtspiel bei seinem neuen Verein. Mit Hannover geht es gegen Magdeburg.

„Ich bin ja erstmal nur Gast und versuche, mich reinzuarbeiten.“ Mit diesem Satz hat der neue Coach Sandro Wagner auf der Pressekonferenz am Donnerstag (8. Oktober) seine ersten Wochen bei Hannover 96 beschrieben.
Nach seinem Aus beim FC Augsburg und den Vorwürfen, die es dabei gab, trat der neue 96-Trainer auffallend vorsichtig auf. Wagner sprach über das Ankommen, die Menschen und die Stadt.
Sandro Wagner lacht über „Komplettomio“ auf Hannover-PK
„Da habe ich echt coole Interaktionen schon gehabt“, so der 38-Jährige. Und: „Ich will die Stadt, die Zuschauer auch ein Stück weit spüren.“
Große emotionale Ansagen gab es also nicht. Wagner blieb sachlich und wollte über seine Emotionen in Bezug auf seinen Neustart als Trainer am liebsten gar nichts mitteilen. Stattdessen stellte er die Mannschaft in den Vordergrund.
Auch seine Spieler sollen sich mit dem gemeinsamen Weg identifizieren. „Im Endeffekt müssen die Jungs sich ja wohlfühlen mit dem, was wir zusammen erarbeiten.“
Dann fragte ein Reporter, wie viel „Wagner-Fußball“ am Samstag beim 1. FC Magdeburg zu erwarten sei. „Komplettomio? Oder brauchst du noch Zeit und musst die Fans beruhigen?“
Und plötzlich musste Wagner lachen. „Komplettomio hat ein Schmunzeln rausgeholt. Das war auf jeden Fall sehr gut. Das hat mich jetzt aus dem Konzept gebracht“, lockerte Wagner auf.
Die passende Antwort hatte der frühere Bundesliga- und Nationalstürmer sofort parat: „Das ist unser Fußball hier. Wir sind ja hier keine One-Man-Show, und das ist mir ganz, ganz wichtig. 96 steht im Vordergrund.“
Sandro Wagner in Hannover: „Dann bin ich schon meistens zufrieden“
Eine Erkenntnis nach dem Augsburg-Aus? Vielleicht. Nach dem Eklat um Ex-Spieler Mads Pedersen und seinem schnellen Aus beim FCA hatte Wagner damals selbst eingeräumt, sich bei „ein, zwei Aussagen vergaloppiert“ zu haben. In Hannover macht er nun klar: Nicht Wagner, sondern 96 soll im Mittelpunkt stehen.
Was er am Samstag taktisch konkret plant, verriet der Trainer nicht. Eine Vorgabe macht er aber klar: „Unabhängig vom Taktischen will ich, dass unsere Zuschauerinnen und Zuschauer, die mitfahren, sehen, dass da jeder für den anderen durchs Feuer will. Wenn jeder alles für das Trikot gibt, bin ich schon meistens zufrieden.“

