Die Modernisierungsmaßnahmen des Ruhrstadions bringen eine Konsequenz für die Bochumer Fans mit sich. Das erwartet die Anhänger durch die Einschränkung.
Irres Verbot in der 2. BundesligaFans im Stadion dürfen nicht mehr hüpfen

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Die Fans des VfL Bochum auf der Osttribüne des Ruhrstadions.
Im Zuge der geplanten Modernisierung des Ruhrstadions wurde das Schwingverhalten der Stehplätze erneut untersucht. Das Ergebnis sorgt für Alarm beim VfL Bochum: Bei einigen Zuschauerbewegungen treten starke Schwingungen auf. Diese können vor allem bei unerfahrenen Stadionbesuchern für Unwohlsein sorgen.
Die kuriose Reaktion: Die Bauaufsichtsbehörde Bochum hat als Reaktion per Ordnungsverfügung ein „Hüpfverbot“ angeordnet. Dieses soll als Alternative zu einer Sperrung der kompletten Osttribüne gelten und ist ab sofort umzusetzen. Das teilten Klub und Stadt am Mittwoch (7. Oktober 2026) mit.
Einschränkung in Magdeburg als Vorbild
Ab sofort müssen die Anhänger des VfL Bochum sich also mit weniger Bewegung während ihrer Heimspiele in der 2. Bundesliga zufriedengeben. Die Ostkurve darf zwar weiterhin als kompletter Stehbereich unter voller Auslastung genutzt werden.
Auch beim Torjubel darf gesprungen werden. Allerdings sind gemeinschaftliche, synchronisierte, rhythmische Hüpf- und Sprungbewegungen in den Blöcken N2, O, P und Q strengstens verboten.
Als Vorbild soll dabei der 1. FC Magdeburg gelten. Dieser hatte 2016 einen ähnlichen Fall. Die Fans mussten mehrere Jahre aus Sicherheitsgründen während der Heimspiele auf rhythmisches Hüpfen verzichten. Der VfL appelliert ausdrücklich an das Miteinander und setzt darauf, dass die Fans die Vorgaben einhalten.
Die Details folgen in den kommenden Tagen und am Spieltag selbst. Sollte der Verein feststellen, dass die Maßnahmen keine Wirkung zeigen, sieht er sich gezwungen, die komplette Tribüne zu sperren.
Bis zu 10.000 Fans hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, die Spiele live im Ruhrstadion verfolgen zu können. Angesichts einer Gesamtkapazität von 26.000 Zuschauern ein extremer Einschnitt!
Der VfL bedauert die notwendigen Maßnahmen, zeigte sich jedoch erleichtert darüber, dass die Osttribüne abseits des Hüpfverbots zumindest weiterhin voll ausgelastet werden kann.
Immerhin gibt es für die Bochumer Fans einen Lichtblick: Das Hüpfverbot soll nur eine Übergangslösung sein. Das ohnehin in die Jahre gekommene Ruhrstadion wird im Rahmen der geplanten Modernisierung umfassend saniert. 2028 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – und dann dürfte im Ruhrstadion auch wieder nach Herzenslust gehüpft werden.
