Schotten-Invasion in Boston: 30.000 Fans feiern WM-Start.
„No Scotland, no Party“Tausende Fans verwandeln Boston vor WM-Auftakt in Partyzone

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Tausende schottische Fans sind für die WM nach Boston gereist.
Gekleidet in Kilts und mit Dudelsackklängen haben zigtausende Anhänger des schottischen Nationalteams die Metropole Boston regelrecht eingenommen. Im Vorfeld des WM-Eröffnungsspiels gegen Haiti wurde die Stadt in ein gigantisches Festgelände umgewandelt. „Boston wird zum Mini-Schottland“, brachte es der britische TV-Sender BBC auf den Punkt.
In Foxborough, einem Ort nahe Boston, starten die „Bravehearts“ am Sonntag (3.00 Uhr/ARD und MagentaTV) ihre WM-Kampagne gegen die Auswahl aus Haiti. Nach einer langen Abwesenheit von 28 Jahren ist Schottland wieder auf der Weltbühne des Fußballs vertreten und verfolgt ein klares Ziel: Zum ersten Mal überhaupt soll der Einzug in die K.o.-Runde gelingen.
„No Scotland, no Party“ hallt durch Boston
Schätzungen zufolge haben etwa 30.000 schottische Fans den Weg nach Boston für das WM-Match auf sich genommen. Das Stadtbild hat sich komplett gewandelt: Wo sonst Artikel der Boston Red Sox zu sehen sind, beherrschen nun schottische Jerseys die Szene. Man hat den Eindruck, dass beinahe jeder zweite Passant einen traditionellen Kilt trägt und zahllose Fahnen der Nordeuropäer aus den Fenstern wehen. Aus praktisch jeder Bar ertönt der berühmte Schlachtruf: „No Scotland, no Party“ (Kein Schottland, keine Party).
Die Lautstärke der feiernden „Tartan Army“ – so der Spitzname der schottischen Anhängerschaft – ist gewaltig und sorgt für einen unglaublichen Moment. „Ich habe heute bereits mit Anwälten und Richtern gesprochen. Sie erzählten mir, dass sie im Gerichtsgebäude wegen des Lärms draußen nichts hören konnten“, schilderte Maura Healey, die Gouverneurin von Massachusetts, gegenüber der BBC.
Gänsehaut-Stimmung wie bei der EM 2024
Diese unglaubliche Atmosphäre weckt Erinnerungen an den Sommer 2024. Bereits während der EM in Deutschland sorgten die Fans aus Schottland für emotionale Augenblicke und eine tolle, gewaltfreie Stimmung – was auch in Köln zu spüren war.
Selbst der kommende Gegner zeigt sich von der schieren Masse an Fans beeindruckt. Sébastien Migné, der Coach von Haiti, erzählte mit einem Lächeln: „Meine Frau und mein Sohn saßen vorhin im Flugzeug und die Maschine war voller Schotten im Kilt. Das ist die Realität, mit der wir konfrontiert sind.“ In der Gruppenphase warten auf die Schotten neben Haiti und Marokko auch noch die Brasilianer.
Die Anhänger aus Schottland haben Boston fest in ihrer Hand und beweisen erneut, weshalb sie als eine der besten Fangemeinschaften weltweit gelten. (dpa/red)
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