Gerade erst in Deutschland gelandet, und schon wackelt sein Stuhl gewaltig. Die Blamage bei der WM führt für Julian Nagelsmann wohl zum Aus als Bundestrainer.
Nagelsmanns Ende naht!DFB-Bosse bereiten Rauswurf vor – Klopp vor dem Ja-Wort

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Jürgen Klopp lächelnd vor dem DFB-Logo im Hintergrund.
Julian Nagelsmann (38) setzte am Mittwochmorgen um 9.33 Uhr mit Flug LH429 der Lufthansa in München auf. Offiziell war er da noch der Chef der Nationalelf. Aber es braut sich was zusammen. Seine berufliche Zukunft ist das Top-Thema in der ganzen Nation, während im Hintergrund die Telefone nicht stillstehen.
Die Führungsriege des DFB mit Präsident Bernd Neuendorf (64), Vize Hans-Joachim Watzke (67), Sportdirektor Rudi Völler (66) sowie Geschäftsführer Andreas Rettig (63) kommt bald zusammen, um die Situation zu besprechen.
Julian Nagelsmann: Auch Rudi Völler wendet sich ab
Sogar Rudi Völler, der sich direkt nach der WM-Pleite noch hinter Nagelsmann gestellt hatte, hat anscheinend seine Meinung geändert. Die öffentliche Meinung hat sich gedreht, und die Liste seiner Patzer ist einfach zu lang. Das berichtet „bild.de“.
Zwar soll Nagelsmann die Gelegenheit erhalten, seine Sicht der Dinge darzulegen, doch das Urteil scheint bereits festzustehen: Sein Rauswurf ist beschlossen. Eine spezielle Klausel im Kontrakt, wie man sie aus der Bundesliga kennt, könnte die Trennung beschleunigen.
Für Nagelsmanns Geldbeutel hieße das: Er bekäme etwa die Hälfte seiner Bezüge. Sein Vertrag läuft bis 2028, und bei einem angenommenen Salär von sieben Millionen Euro pro Jahr wären das immerhin noch circa sieben Millionen Euro Abfindung für ihn.
Ist es möglich, dass Nagelsmann doch von sich aus zurücktritt? Vor dem Gespräch zwischen DFB-Spitze und Noch-Bundestrainer sieht es nicht danach aus. Nagelsmann betonte nach dem WM-Aus, dass er bleiben will. Es gibt also keine Anzeichen dafür, dass Nagelsmann auf eine Abfindung verzichten würde.
Doch es gibt einen Lichtblick für die Fans: Der erhoffte Nachfolger Jürgen Klopp (59) hat wohl schon durchblicken lassen, dass er zur Verfügung stünde, sollte die Nation ihn brauchen. Und die Nation braucht Klopp!
Vor allem DFB-Vize Watzke, der als mächtigster Mann im deutschen Fußball gilt, hat aus den gemeinsamen BVB-Tagen einen guten Draht zu Klopp. Spekulationen über Ralf Rangnick (68) als weiteren Kandidaten sind anscheinend falsch, und Pep Guardiola (55) soll kein Interesse an dem Job haben.
Bereits Mitte September geht es für das Nationalteam weiter, wenn die ersten Partien der Nations League anstehen. Alles deutet darauf hin, dass Jürgen Klopp dann als neuer Mann an der Seitenlinie das Sagen hat. (red)

